Suche     in    

Startseite » Musik-Datenbank (Titel - Interpret) » Musik - P » Geteiltes Leid 2 - Pelham, Moses

Geteiltes Leid 2 - Pelham, Moses

6 Jahre Warten haben ein Ende

Bericht von SVoigt2000 über Geteiltes Leid 2 - Pelham, Moses
Veröffentlicht am 10.04.06 - 12:17 Uhr
Der Bericht wurde bisher 421 mal gelesen.

Sehr hilfreich:23
Hilfreich:0
Durchschnitt:1
Weniger hilfreich:0
Nicht hilfreich:0

Profil von SVoigt2000

Der Autor benotete das Produkt Geteiltes Leid 2 - Pelham, Moses mit der Note: 1
Pro: Viele Sounds (Gospel, Rap...), sehr stimmungsvolles Album, kaum Features auf eigentlichem Album, Bonus-Track "Non Stop" mit 26 Minuten Spieldauer und 33 MCs
Contra: ---

Empfehlenswert? Ja


Bericht:

1998, also vor sechs Jahren, veröffentlichte Moses Pelham sein Album „Geteiltes Leid 1“. Sechs lange Jahre musste ich also auf eine zweite SoloCD von dem Frankfurter warten. Umso größer war dann aber meine Freude, als ich sie endlich in den Händen halten konnte...

MOSES PELHAM:
Moses Pelham, heute 33 Jahre alt, kam bereits in den 1980ern mit HipHop in Berührung und stellte Anfang der 90er auch seine erste SoloLP „The Bastard looking for the light“ fertig, die aber nie veröffentlicht wurde. Seitdem arbeitet er aber mit seinem Partner Martin Haas zusammen und gründen auch die Produktionsfirma 3p (Pelham Power Productions). Mitte der 90er erscheinen dann zwei Studioalben und ein LiveAlbum vom „Rödelheim Hartreim Projekt“ (Mitglieder: Moses Pelham und Thomas Hofmann) und Moses entdeckt Schwester S., die ein Album veröffentlicht und danach als Sabrina Setlur zu den Großen in der deutschen Musiklandschaft wurde. 1997 wird aus der Produktionsfirma 3p ein Musiklabel, auf dem Moses Pelham mit Sabrina Setlur und vor allem Xavier Naidoo große Erfolge feiert. Nach dem Split mit Xavier Naidoo wird das Projekt „Glashaus“ geboren. Moses Pelham, Martin Haas und Cassandra Steen veröffentlichten bisher zwei Studioalben und ein LiveAlbum / eine LiveDVD als „Glashaus“ – ihr größter Hit: „Wenn das Liebe ist“.

Nun, sechs Jahre nach „Geteiltes Leid 1“, dem ersten Moses PelhamSoloalbum, veröffentlicht Moses Pelham „Geteiltes Leid 2“ und hat weitere große Pläne: Ein „Best of Sabrina Setlur“, ein nächstes GlashausAlbum und eine DoppelDVD mit allen 3pMusikvideos sollen in nächster Zeit veröffentlicht werden...


COVER, BOOKLET:
Das Cover zeigt eine Großaufnahme in schwarzweiss von Moses Pelhams Gesicht. Er trägt eine BaseCap und schaut nach rechts. In der Mitte des Bildes steht in weißen, geschwungenen Lettern der Name des Interpreten und der Titel der CD.

Das Booklet beinhaltet wieder alle Songtexte, was ich sehr gut finde. Dazu gibt es einige sehr schöne Fotos und die eigentlich schon selbstverständlichen Shout Outs...


DIE CD:
Nun wieder meine EinzeltrackBewertung, die von „“ (grottenschlecht) bis „ “ (übergeil) reicht...

1.BACK
Der Beat hier geht schon gut nach vorne und außerdem ist immer wieder eine Gitarre zu hören. Dazu rappt Moses schon relativ aggressiv darüber, dass er endlich wieder zurück ist, disst hier mal seinen ehemaligen Partner Thomas Hofmann und spielt da dann auch auf Xavier Naidoo an.
BEWERTUNG:

2.KEIN ANDERER
Hier steht der sehr harte Gitarrensound im Vordergrund. Daher klingt der Song auch sehr rockig. Moses Pelham repräsentiert wieder ordentlich: Er ist der Beste und es gibt keinen anderen als ihn...
BEWERTUNG:

3.M.O.
Dieser Track klingt schon softer, obwohl Moses relativ schnell rappt und es sich auch nicht wirklich um einen melancholischen Track handelt. Das liegt aber zum einen am von Cassandra Steen gesungenen Refrain, zum anderen am etwas zurückhaltenderen Beat. Moses repräsentiert wieder und zollt den Zuhörern Respekt, dass sie solange auf sein nächstes Album warten konnten: „2200 Tage wie hälst du das aus // das sind mehr als sechs Jahre, gib dir selbst einen Applaus“. Geiler Track...
BEWERTUNG:

4.EIN SCHÖNER TAG
Die erste Single verbreitet dann gleich beste Sommerlaune. Der Beat kommt leicht beschwingt daher und dann noch der von Moses „gesungene“ Refrain, den er sich mal eben aus der BierWerbung stibitzt hat: „Ein schöner Tag, die Welt steht still...“. Moses rappt davon, was ihn bedrückt, über sein Geschäft u.s.w., aber dann auch davon, dass er immer Hoffnung und Perspektive hat.
BEWERTUNG:

5.PRELUDE ZU DEIN MANN
Hier hört man den Gesang, der dann während des Songs „Dein Mann“ die ganze Zeit zu hören ist.
BEWERTUNG: Keine

6.DEIN MANN
Hier bauen Moses Pelham und Martin Haas eine unglaubliche Soundkulisse auf. Der Beat pumpt, geht nach vorn und der Gesang im Hintergrund wirkt bedrohlich. Moses rappt dazu sehr aggressiv und kämpferisch darüber, was ihn im Musikgeschäft zur Zeit stört, wie sehr er immer kämpfen musste, welche Gerüchte über ihn in Umlauf waren und sind u.s.w.
BEWERTUNG:

7.STAVROS (Interlude)
Illmat!c, Rapper bei 3p, hat sich schon auf einigen CDs als Comedian versucht. Neben der Möchtegernrapper „Vorstadtpoeten“ hat er noch die Charaktere Ali und Stavros erfunden. Hier spricht Stavros nun davon, dass er saufen will mit seinem Freund. Passt als Einstimmung zum nächsten Song ganz gut...
BEWERTUNG: Keine

8.WAS WOLLT IHR TRINKEN?
Eingeleitet von einem Notorious B.I.G.Sample fängt Moses an zu rappen, vom Feiern, von durchzechten Nächten, vom Saufen, vom Saufen und vom Saufen. Der Track macht auch Partystimmung und die vielen AlkoholMarken, die im Song genannt werden geben dem Song den letzten Schliff: „Alkis mit Niveau gibt's. Komm bring mal Pivo mit // Ich schreib sonst nie so'n Shit, das liegt an Sliwowitz.“
BEWERTUNG:

9.ICH BIN RAP
Und wieder ein Beat, der ordentlich pumpt und nach vorn geht. Moses Pelham repräsentiert wieder ordentlich, was schon durch den Titel des Songs klar wird. Dazu kommt ein SavasSample und der Gesang von Cassandra Steen und fertig ist der Song.
BEWERTUNG:

10.LETZTE WORTE
Über einen sehr zurückhaltenden und doch treibenden Beat rappt, nein, spricht Moses einige Zeilen auf Deutsch und dann auch auf Englisch. Es geht um seine vielen Leiden, die Steine, die ihm immer wieder in den Weg gelegt wurden und um die vielen Leute, die Moses Pelham enttäuscht haben. Sehr geiler Track.
BEWERTUNG:

11.ES WIRD EIN WUNDER GESCHEHEN
Hier pumpt der Beat wieder, aber Moses' Rap steht klar im Vordergrund. Beat und Rap sind sehr langsam und melancholisch, machen aber trotzdem Hoffnung, was der Titel ja schon zeigt. Pelham rappt wieder von den Leuten, die ihm Steine in den Weg legen wollen, die ihn zum Aufgeben zwingen wollen und die ihn enttäuscht haben. Aber Moses will nicht aufgeben und weiss: Es wird ein Wunder geschehen. Sehr geiler Song, der, nicht zu Letzt durch Cassandra Steens Gesang im Refrain, absolut berührt.
BEWERTUNG:

12.HOLD ON
„Hold on“ geht in die gleiche Richtung wie der Song zuvor. Wieder ist der Tenor, dass man nicht aufgeben soll und darf. Musikalisch bekommt man hier aber dieses Mal Gospel zu hören. Während des gesamten Songs hört man einen Chor den Refrain singen, dazu immer wieder ein Klatschen, wie es im Gospel gern vorkommt. Der Track geht auch nahe...
BEWERTUNG:

13.FEUERSPUCKER
Langsam beginnt der Song, bis der Beat laut und hart wird und ordentlich pumpt. Moses rappt, battled und burnt dabei. Trotzdem, oder gerade deswegen, mag ich den Song nicht sooo sehr.
BEWERTUNG:

14.WENN ICH SCHREIB'
Ein sehr langsamer, zurückhaltender und chilliger Beat, über den Moses ganz langsam rappt. Es geht darum, dass er seine Leiden niederschreiben möchte, weil ihm das Schreiben hilft seinen Schmerzen zu verarbeiten. Außerdem sagt er, dass er es als Geschenk ansieht, dass er seine Leiden auf diese Weise teilen kann.
BEWERTUNG:

15.STRUGGLIN' feat. Illmat!c & Kool Savas
Dieser Song wird die zweite Single aus „Geteiltes Leid 2“ werden. Der Track geht wieder ordentlich nach vorne und macht Stimmung. Und das liegt nicht zuletzt an Kool Savas und Illmat!c, die als „Freunde der Sonne“ im letzten Jahr ein absolutes PartyAlbum veröffentlicht haben. Ein Thema gibt es bei dem Track eigentlich weniger – hier wird einfach nur geflowt.
BEWERTUNG:

16.GOTT LIEBT MICH
Und nun wird es wieder ruhiger und chilliger. Über eine fast verträumte Melodie rappt Moses Pelham mit verzerrter Stimme wieder über Steine, die ihm in den Weg gelegt werden, über Menschen die ihm schaden wollen und über zu viel Hass in der Welt. Sehr schöner Track...
BEWERTUNG:

17.NAH AM ENDE
Hier pumpt der Beat wieder etwas mehr, Moses rappt wieder mit klarer Stimme und etwas schneller, aber das Thema ist das alte: Moses' Leiden. „Bitte geh in meinen Schuhen und spür die Schmerzen. Das ist kacke gell?“ Sehr guter Song...
BEWERTUNG:

18.EINES TAGES
Einer der besten Tracks auf dem Album kommt aber am Ende. Über einen fröhlicheren, hoffnungsvolleren Beat rappt oder spricht Moses darüber, dass eines Tages die Welt besser sein wird – kein Hass, keine Missgunst, keine falschen Freunde... Wunderbarer Song, der mir persönlich mit am nahesten geht.
BEWERTUNG:

BONUSMP3TRACK: NON STOP feat. IZ, Katch, Illmat!c, Snaga, Pillath, Caput, Ercandize, Mellow Mark, Die Firma, Unter Wortverdacht, Real Jay, Ebony Prince, Germ, Cora E, Chima, Nachtwandler, Dreckskind & Pechvogel, Krisbe, Franky Kubrick, Meli, Olli Banjo, Seperate, Abroo, Toni L, Torch und Bruda Sven
Dieser Track ist der Wahnsinn! Mit über 26 Minuten Spieldauer hat er als normaler Song nicht mehr auf das Album gepasst und wurde ihm daher als MP3File beigelegt. Insgesamt sind auf dem Track in OpenMicManier 33 Rapper zu hören, die über das rappen konnten, was ihnen gerade auf dem Herzen lag. Die FeatureListe reicht auch von bekannten RapGrößen wie Olli Banjo und Die Firma über alte RapVeteranen wie Cora E, Torch oder Toni L bis hin zu eher unbekannten „Newcomern“. Sehr geiler Song, der allein schon fast das Kaufen des Albums rechtfertigt.
BEWERTUNG:


KOMMENTAR:
Meine Erwartungen an „Geteiltes Leid 2“ warten sehr hoch, da ich den Vorgänger rauf und runter gehört habe und immer noch sehr gern in meinem Player packe, wenn ich mal wieder Trost suche. Anfangs war ich etwas enttäuscht, da die ersten Songs so ganz anders sind, als die auf „Geteiltes Leid 1“, aber ab „Letzte Worte“ findet man dann auch wieder die melancholischen, nachdenklichen und traurigen Tracks. Und die anderen Tracks sind alles andere als schlecht und geben dem Album darum mehr Facetten, als „Geteiltes Leid 1“ sie hatte.

Gut finde ich auch, dass auf dem eigentlichen Album kaum Features (außer bei „Strugglin“) zu hören sind. Viele CDs bestechen nämlich gerade durch hochkarätige Features. Das hat Moses Pelham nicht nötig – und das bekommt man hier eindrucksvoll gezeigt. Dagegen ist dann die FeatureOrgie auf „Non Stop“ die absolute Bombe. Mal einen solchen Song zu machen finde ich sehr gut und all diese Rapper mal vereint zu hören macht auch Spaß. Da der Song aber so gar nicht in das Konzept von „Geteiltes Leid 2“ passt, finde ich es auch gut, dass er, etwas separiert vom eigentlichen Album, als MP3 enthalten ist.


FAZIT:
Sechs Jahre Warten haben sich gelohnt. Moses Pelham weiss wieder / immer noch zu überzeugen und hat hier eines der besten deutschsprachigen Rapalben des Jahres veröffentlicht. Kurz: Kaufen!!!

Geteiltes Leid 2 - Pelham, Moses

Einige Kommentare über den Bericht 6 Jahre Warten haben ein Ende


Sehr hilfreich
Also meiner Meinung nach ein sehr gelungener Bericht! Alle Infos drin, die man wissen sollte und dann noch eine gute Gliederung mit eigenen Erfahrungen! Da vergeb ich heute doch glatt mal ein "sehr hilfreich"! Liebe Grüße, Sweety179
Sweety179
Sehr hilfreich
sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich, sehr hilfreich
duarsch1
Sehr hilfreich
Gelungener Bericht - auch wenn es nicht mehe Musik ist. Ansonsten gilt weiterhin: Diese Zwangskommentare sind absolut überflüssig und schaden nur allen Nutzern, da es weniger Lesungen gibt.
Siebente
Sehr hilfreich
super sh du hast einen wirklich sehr guten Bericht geschrieben, schade, dass man hier gezwungen wird sinnlose kommentare abzugeben, aber du hast auf jeden Fall ein sehr hilfreich
racejulie
Sehr hilfreich
Halli-Hallo! Schön mal einen Bericht von dir zu lesen, der Bericht ist dir echt sehr gelungen und deswegen gebe ich auch gerne ein sehr hilfreich! Liebe Grüße Moniseiki
moniseiki


Eigene Kommentare zu dem Bericht 6 Jahre Warten haben ein Ende über das Produkt Geteiltes Leid 2 - Pelham, Moses schreiben


Sie möchten direkt auf den Bericht 6 Jahre Warten haben ein Ende über Geteiltes Leid 2 - Pelham, Moses einen Link setzen? Kein Problem. Nutzen Sie dafür den eingeblendeten Code:


Oder möchten Sie diesen Bericht auf Ihrer Seite veröffentlichen? Dann fügen Sie das unten aufgeführte JavaScript an der Stelle ein, an welcher der Bericht 6 Jahre Warten haben ein Ende über Geteiltes Leid 2 - Pelham, Moses erscheinen soll.

RSS-Feed (kompakt)
RSS-Feed (erweitert)


© 2003-2007 Preisvergleich und Tests auf myMeinung.com - Das Verbraucherportal powered by artaxo AG
| Informationen | AGB | FAQ | Kontakt | Mediadaten | Impressum |
Die 5 besten Kategorien im Preisvergleich: DVD Player, DSL, Versicherung, Waschmaschinen und Strompreise.
Die Testberichte zu den jeweiligen Produkten geben - sofern nicht anders gekennzeichnet - lediglich die individuelle Meinung des jeweiligen Autoren wieder.
Es handelt sich hierbei nicht um Meinungsäußerungen von myMeinung.com bzw. der artaxo AG.