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Das Bild

BILD von King

Bericht von Vampire-Lady über Das Bild
Veröffentlicht am 01.09.04 - 20:05 Uhr
Der Bericht wurde bisher 730 mal gelesen.

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Der Autor benotete das Produkt Das Bild mit der Note: 2
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Empfehlenswert? ja

Bericht:

Eine Mischung aus der Feind in meinem Bett, Alice im Wunderland und das Bildnis des Dorian Gray.



Im ersten Moment dachte ich, nun schreibt King schon EmanzenLiteratur. So urteilte das Frauenblättchen Für Sie auf dem Umschlag des Romans: „brillanter Psychothriller... zu diesem aktuellen Thema“. Letztendlich habe ich „das Bild“ (engl. Original Rose Madder) aber doch in einem Rutsch durchgelesen:



Der Inhalt:

Rose Daniels ist mit dem BrutaloCop Norman, „wie Norman Bates“ wird sie später im Buch feststellen, verheiratet Norman tut alles, um seine Frau kleinzuhalten, spioniert hinter ihr her, verprügelt und mißhandelt sie auf das Übelste, wann immer er dies für nötig hält. Nach einer Fehlgeburt hat Rose endlich den Mut ihn zu verlassen – klaut also seine Kreditkarte, kauft sich ein Busticket und taucht unter. Es folgt der Klassiker: Flucht mit dem GreyhoundBus, Ankunft an einer Bahnhofsmission, erste Station im Frauenhaus.



Währenddessen hat Norman begriffen, daß seine Frau nicht mehr da ist. Er nutzt seinen Status als Polizist aus und beginnt zu suchen – worunter Leute zu leiden haben, die auch nur kurz mit Rose (z. B. am Busbahnhof) gesprochen haben. Spätestens jetzt wird dem Leser klar, daß Norman sich nicht nur seiner (Ex)Frau gegenüber vorzugsweise als ausgemachter Psychopath präsentiert.



Rose gewinnt immer mehr Lebensmut und baut sich eine eigene Identität auf: findet eine Arbeit, eine Wohnung und Freunde. In einer Pfandleihe findet sie nicht nur einen neuen Mann, sondern auch „das Bild“, das für den Verlauf der weiteren Geschichte wichtig sein wird. Das Bild stellt eine Frau da, die Rose erstens ähnlich sieht, und die auch Rose heißt (Rose Madder). Rose hat von Anfang an eine spezielle Beziehung zu diesem Bild, daß sie bis in ihre Träume verfolgt. In ihrem Leben stellt sich langsam Normalität ein und Erfolg, sie erhält einen Job als Sprecherin bei Hörspielen.



Norman hat in der Zwischenzeit eine Prostituierte getötet, die ihn an seine Frau erinnerte. Über einen Informanten kommt er ihr auf die Spur und landet zumindest schon einmal in der Stadt in der sie nun lebt.



Im weiteren Verlauf verfolgt King zwei Handlungsstränge:

1) er beschreibt wie sich Rose’s Leben verändert und entwickelt. Ihre Beziehung zu „Rose Madder“ dem Bild/der Figur intensiviert sich. Der Gedanke an dieses Bild gibt ihr Stärke. Zudem scheint das Bild sich in ihren Augen zu verändern, wie Rose es auch tut.

2) dieser Handlungsstrang verfolgt Norman, wie er seine Frau sucht. Er hängt seinen düsteren Gedanken und Erinnerungen nach, während er auf eine Spur wartet. Sein Image als AntiFreundundHelfer wird immer runder.



Während Norman seine Rose gefunden hat, sie bereits beobachtet und auf ihre Freunde und Bekannte losgeht, öffnet das Bild Rose ein Tor zu einer anderen Welt, dort rettet sie das Baby der anderen Rose, Rose Madder verspricht ihr dafür Vergeltung. Als Norman in Rose’s Wohnung eindringt, gelangt er ebenfalls in die Welt des Bildes – und Rose Madder macht ihr Versprechen war.



Dieses Buch ist wirklich in einem Rutsch zu lesen. Die Geschichte ist abwechslungsreich geschrieben. Auf der einen Seite wird von Rose erzählt. Kings Schreibstil spiegelt hier eher den Charakter seiner Hauptfigur wider. Schreibt King von Norman wechselt der Stil, wird abgehakter, verworrener und die Ausdrucksweise wird zudem auch noch ziemlich unfein. Vom Aufbau erinnert dies an King’s Roman „StarkThe Dark Half“. Die Erzählweise über die gute Figur ist annehmbar, und gut zu lesen, auf der bösen Seite wird es wüst! Bei der Beschreibung der Welt hinter dem Bild wird deutlich, daß King aber auch der Autor von Titeln wie „Tot“, „Drei“ oder „Schwarz“ ist – ich finde King deckt in diesem Buch einen Großteil seines Spektrums als Autor ab. Im Vergleich zu „Dolores“, wo King über ein ähnliches Grundthema schreibt, finde ich es eigentlich schade, daß „das Bild“ nicht verfilmt wurde, da es für mich eindeutig das bessere, spannendere Buch ist – zugegebenermaßen muß man allerdings zugegen, daß die Grundstory (wie oben schon gesagt) doch zu sehr an „der Feind in meinem Bett“ erinnert.



Meine Version ist im HeyneVerlag als Paperback erschienen.


Das Bild

Einige Kommentare über den Bericht BILD von King


Sehr hilfreich
Also meiner Meinung nach ein sehr gelungener Bericht! Alle Infos drin, die man wissen sollte und dann noch eine gute Gliederung mit eigenen Erfahrungen! Da vergeb ich heute doch glatt mal ein "sehr hilfreich"! Liebe Grüße, Sweety179
Sweety179
Sehr hilfreich
Einwandfreier Bericht.Der hat mir echt gut gefallen. Sehr informativ und vielleicht auch sehr lehrreich,mal schauen.Man liest sich, Danke. Gruss lautern
lautern
Sehr hilfreich
Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte wo kämen wir hin, und niemand ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen...
evafl
Sehr hilfreich
kenn ich gar nicht werde ich mir kaufen gruß uschi.
Urska
Sehr hilfreich
klasse Bericht
lemsi


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