Suche     in    

Startseite » Kuchen » trockene Kuchen » Papageienkuchen

Papageienkuchen

Bunt und lecker

Bericht von abiturientin über Papageienkuchen
Veröffentlicht am 24.02.05 - 19:40 Uhr
Der Bericht wurde bisher 2802 mal gelesen.

Sehr hilfreich:34
Hilfreich:0
Durchschnitt:0
Weniger hilfreich:0
Nicht hilfreich:0

Profil von abiturientin

Der Autor benotete das Produkt Papageienkuchen mit der Note: 1
Pro: viele Variationsmöglichkeiten, einfache Zutaten, kinderleicht herzustellen
Contra: Farbstoffe nicht wirklich gesund, viele Kalorien, hoher Geschirrverbrauch

Empfehlenswert? Ja

Bericht:

1. Prolog
^^^^^^^^^^^^

Es gibt ein Rezept in meinem Leben, mit dem hatte ich bis jetzt immer durchschlagenden Erfolg, egal ob auf der Geburtstagsfete meiner Freundin, dem Kaffekränzchen mit der Familie oder der Einzugsparty eines guten Freundes: Immer waren alle begeistert von meiner bunten Kuchenzauberei. Die beste Geschichte ist mir in einem Restaurant passiert, in dem wir den Geburtstag meiner Freundin feierten. Dort fragte ich, ob meine Freundin ein Stück des Kuchens probieren dürfte, den ich als Geburtstagsgeschenk gebacken hatte und versprach der Kellnerin auch ein Stück. Diese Zögerte nicht lange, erlaubte es meiner Freundin, nahm sich selbst das versprochene Stück und verteilte es unter dem Küchenpersonal. Dieses war so begeistert, dass einer der Köche meiner Freundin und mir einen Cocktailgutschein schenkte, den ich noch heute habe.
Ich selber habe diesen Kuchen das erste Mal als Kind gegessen und wollte nie wieder einen anderen Kuchen probieren, denn er war nicht einfach Schokolade, nicht nur staubtrocken, er war fruchtig, bunt und hatte Schokolade obendrein:

2. Der Papageienkuchen
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Der gemeine Papageienkuchen gehört zur Familie des Selterwasserkuchens und der Teig zur Gattung der Rührteige, wie auch der Marmorkuchen im Übrigen. Deswegen bereitet man für diesen Kuchen ganz einfach einen Rührteig, wie für einen Marmorkuchen auch. Dann unterteilt man ihn in mehrere Stücke und vermischt sie, je nach Geschmack und Lust, mit Kakao, Vanillearoma, Himbeer, Waldmeister, Kirsch oder gelbe Götterspeisearoma oder einfach nur Speisefarben, fügt sie in eine gefettete Form, backt, erhitzt eine Glasur, streicht sie über den Kuchen und garniert ihn mit bunten Streuseln. Fertig ist der Partyspaß. Das war das Rezept in Schnellform. Für alle, die noch keine Profis im Rührteig bereiten sind und für die, die einfach so mehr Informationen haben wollen, soll es im Folgenden das Rezept noch mal ausführlich geben. Zunächst geht bitte in die Küche oder in den Raum, in dem ihr eure Nahrungsmittel aufbewahrt und vergleicht die vorhandenen Produkte mit folgender Liste (es erübrigt sich zu erwähnen, dass ihr einen Stift bereit halten solltet, um die fehlenden Dinge zu notieren!):

3. Zutaten
^^^^^^^^^^^^

3.1.Grundteig:
250 gr. Zucker (1025 kcal)
250 gr. Butter (1940 kcal)
5 Eier (445 kcal)
3 EL saure Sahne (117,6 kcal)
250 gr. Mehl (895 kcal)
1 P. Backpulver (8 kcal)

3.2.Zum Variieren mindestens drei der folgenden Zutaten:
1 Päckchen Vanillesoßenpulver o. Vanillinzucker (19 kcal)
1 Päckchen Götterspeise Waldmeister (74 kcal)
1 Päckchen Götterspeise Himbeergeschmack (74 kcal)
1 Päckchen gelbe Götterspeise (74 kcal)
2 EL Kakao (48 kcal)

Alternative für Götterspeise:
Brausepulver oder Speisefarbe in verschiedenen Farben

3.3.Garnitur:
hellbraune Kuvertüre oder Schokoglasur (kauft euch bloß nicht die fertige, flüssige Glasur, ist zu fest und muss deswegen trotzdem erwärmt werden!)> 785 kcal
Bunte Streusel, Herzen, Liebesperlen oder Sterne, egal was, Hauptsache bunt! (50g218 kcal)

Alternative:
weiße Glasur und Schokostreusel kombinieren, für seriösere Anlässe

Für das Fetten der Form benötigt ihr außerdem ein Stückchen Margarine, geht aber auch mit Butter.
Der Kuchen hat in meiner Beispielvariante 5648 kcal, ein Achtel Stück müsste dann in etwa 706 kcal haben, ein sechzehntel Stück, was ich meistens esse, ca. 353 kcal.

Nun mit dem Zettel in den nächstgelegenen Supermarkt gehen und fehlende Zutaten kaufen. Wenn ihr wieder zu Hause seid, bereitet bitte folgende Geräte vor:

4. Gerätschaften
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

1 große Schüssel für den Gesamtteig
34 mittlere Schüsseln für einzelnen Sorten
1 Handrührgerät (Mixer)
1 Esslöffel
1 Gabel
1dünnes Messer
1 Glas
1 Tasse
1 Kuchenform, vorzugsweise rund mit einem Loch in der Mitte
Ofen
großes Brett oder andere Servierplatte für den Kuchen
1 Holzstab
bei Kuvertüre einen Kochtopf, bei anderen Glasuren reicht ein Gefäß mit heißem Wasser aus dem Hahn, in das man die Packung vollkommen eintauchen kann.

5. Die Zubereitung des Kuchens
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

5.1. Der Teig
Gebt zunächst alle Zutaten für den Grundteig in die große Schüssel. Bei den Eiern ist zu beachten, dass ihr sie vorher am besten in einer Tasse aufschlagt und erst dann in den Teig gebt. Denn wenn ein Ei schlecht ist, dann ist der gesamte Teig unbrauchbar, wenn ihr es erstmal hineingeschlagen habt.


Tipp: Wie erkenne ich schon vor dem Aufschlagen, ob ein Ei noch gut ist?
Füllt ein Glas mit Wasser und gebt behutsam das noch nicht aufgeschlagene Ei hinein. Schwimmt es oben oder in der oberen Glashälfte, ist es schlecht. Sinkt es aber nach unten, könnt ihr es ohne Bedenken in der Tasse (zur 2. Absicherung) aufschlagen. Warum das so ist? Wenn das Ei schlecht wird, sammelt sich Luft im Eiinneren und da Luft bekanntlicherweise leichter ist als Wasser, schwimmt ein mit Luft gefülltes Ei oben, während ein "gutes" Ei ohne Luft im Inneren schwerer ist als Wasser und bleibt somit unten.


Wenn auch das Ei unglimpflich an seinem Bestimmungsort angelangt ist, kommt der Mixer zum Einsatz. Rührt den Teig damit 3 Minuten, bis eine einheitliche Masse entstanden ist. Fangt dabei auf einer niedrigen Stufe an, damit ihr das Ei nicht gleich wieder an euch und überall in der Küche kleben habt.

Jetzt teilt ihr den Teig in mindestens 3 gleichgroße Teile auf und gebt diese in mittelgroße Schüsseln. Ich für meine Person nehme am liebsten die Kombination KakaoWaldmeisterHimbeere, das ist für mich ein Standard, weil ich den Kuchen so kennen gelernt habe. Aber glaubt mir, die anderen Varianten schmecken ebenso! An diesem Beispiel möchte ich jetzt weiter erklären, der Einfachheit halber.
Jetzt habt ihr also 3 Schüsseln mit drei gleichgroßen Portionen Rührteig. In Schüssel 1 gebt ihr das Kakaopulver, in Schüssel 2 das Waldmeisterpulver und in Schüssel 3 das Pulver für Götterspeise mit Himbeergeschmack und vermischt das Pulver gut mit dem Teig.
Anschließend heizt ihr den Ofen an, damit er schon warm ist, wenn ihr mit dem nächsten Schritt fertig seid. Dafür nehmt ihr die Form, fettet sie mit Margarine ein, damit ihr keine Probleme beim Herauslösen des Teiges habt und gebt alle 3 Teigsorten nacheinander hinein. Wundert euch nicht, wenn die Form nicht ganz gefüllt ist, der Teig wird während des Backens noch aufgehen. Achtet darauf, dass sich die Sorten nicht zu sehr vermischen, aber auf der anderen Seite auch nicht wie mit dem Lineal abgemessen "gestapelt" wirken.


Tipp: Um den Teig etwas "lebhafter" zu gestalten, nehmt ihr eine Gabel, steckt sie bis auf den Grund des Teiges in die Form und fahrt damit einmal im Kreis bzw. in der Mitte längs des Kuchens bei einer langen Form.


Jetzt kann der Kuchen in die Röhre geschoben werden. Er muss auf der mittleren Schiene bei 180 ° C und Umluft (wo das möglich ist) 5060 min gebacken werden. Die Zeit könnt ihr sinnvoll nutzen, indem ihr entweder Gegenlesungen bei Ciao macht oder aber schon mal eure Geräte wegräumt bzw. abwascht oder ausleckt g Sorry, ich mache das immer so. Der Restteig ist einfach zu lecker, um verschwendet zu werden. Zwischendurch solltet ihr alle 10 Minuten einen Blick auf euren Kuchen werfen. Wenn es verbrannt riecht oder Kuchen aus unerklärlichen Gründen oben schwarz anläuft, habt ihr etwas falsch gemacht. Neigt sich aber die Backzeit ihrem Ende entgegen, duftet der Kuchen herrlich, ist bereits aufgegangen und weist an der Oberfläche bereits eine goldbraune Färbung auf, dürfte es soweit sein und er ist bereit, aus dem Röhr genommen zu werden.


Tipp: Wie teste ich, ob der Kuchen fertig ist? Man nehme ein Holzstäbchen, tauche es tief in den Kuchen ein ziehe es wieder raus. Bleibt Teig hängen, sollte der Kuchen weitere 5 Minuten in der Röhre bleiben, um danach den Holzstabtest zu wiederholen. Wenn nichts oder nur wenig hängen bleibt, ist er fertig und kann bedenkenlos raus genommen werden.


5.2. Nach dem Ofen
Ist der Kuchen erfolgreich aus dem Ofen genommen worden, sollte er 10 Minuten in der Form bei Zimmertemperatur auf einer hitzebeständigen Unterlage auskühlen. In der Zeit könnt ihr schon mal das Wasser zum Kochen bringen und die Kuvertüre erwärmen bzw. aufweichen. Bei Glasur aus der Tüte reicht heißes Leitungswasser zum aufweichen. Für eine besonders cremige Kuvertüre hat Embraceable mir folgenden Tipp gegeben, den ich gerne an euch weiterreichen möchte: "Normale Kuvertüre im Wasserbadtopf (der hat einen Hohlraum, den man mit Wasser befüllen kann, heißt auch Simmertopf, Anm. d. A.) zusammen mit einem Stück Palmin schmelzen lassen und dann ein Ei dazu geben...Ist ein wenig cremiger....Aber Geschmackssache."
Wenn dann die Herstellung der Glasur geklärt ist und das Wasser bereits im Kochtopf erwärmt wird, nehmt ihr nach 10 Minuten ein möglichst kleines Messer und fahrt damit zwischen Kuchen und Form entlang, damit er sich besser löst. Jetzt legt ihr oben das Holzbrett oder die Platte drauf, auf welcher der Kuchen serviert seine Dekoration bekommen soll und stürzt das Gebilde mit einem Ruck um.
Sollte der Kuchen jetzt noch nicht rauskommen, könnt ihr, das Brett fest von untern an die Öffnung der Form pressend, den Kuchen von oben nach unten schütteln. Hilft das immer noch nichts, wartet noch etwas und lasst dem Kuchen Zeit, sich auszukühlen, denn bei Hitze dehnen sich Teilchen aus und bei Kälte ziehen sie sich zusammen, wodurch der Kuchen leichter aus der Form zu lösen sein wird. Bleiben einzelne, kleine Brocken dennoch in der Form hängen, "puzzelt" ihr sie einfach wieder auf die Oberfläche des aus der Form gelösten Kuchens und "fixiert" das ganze mit der Kuvertüre. Der Trick funktioniert immer, deswegen verwende ich ganz gerne Glasur. Damit habe ich den nächsten Schritt schon vorweg genommen:

5.3. Die Dekoration
Die Glasur streicht ihr jetzt mit einem Messer über den ganzen Kuchen, fixiert damit Teile und gebt eurer Kreation einen Schokomantel. Halb angetrocknete oder zu dicke Glasur legt ihr einfach noch mal kurz ins heiße Wasserbad, um auch den letzten Rest nutzen zu können. Danach müsst ihr schnell sein und die Streusel, oder was auch immer ihr zum Dekorieren benutzt, über die Glasur streuen, bevor sie trocken ist. Denn nur so lange bleibt auch alles kleben und fällt nicht sofort wieder runter. Nun bleibt es euch überlassen, ob ihr den Kuchen auf dem Brett serviert, auf dem auch die Glasur klebt oder ob ihr einen extra feinen Teller nehmt und ein KuchenPapier (gibt's extra zu kaufen, haben ein nettes Muster) drunter legt. Als Serviervorschlag kann ich immer wieder nur den Family Cappuccino von Jacob's (s. Testbericht)empfehlen, es ist einfach der beste, den ich je getrunken habe (Schleichwerbungmach).

5.4. Alternativrezept
Mann kann auch unten KirschGötterspeisenteig nehmen, Kirschen reinlegen und die anderen Teigsorten variieren, schmeckt sehr fruchtig!


6. Fazit
^^^^^^^^

Dieser Kuchen passt einfach zu allen Gelegenheiten perfekt, da man klasse variieren kann. Die Zutaten sind nicht teuer, das meiste ist Standard in einer gut sortierten Küche. Weiterhin ist er einfach zuzubereiten, lediglich das Entfernen aus der Form bereitet mir regelmäßig Probleme. Nicht so gut finde ich die künstlichen Farbstoffe in der Götterspeise sowie die vielen Kalorien, die man durch den Zucker zu sich nimmt. Aber man ernährt sich ja nicht nur von Kuchen :)

Papageienkuchen

Einige Kommentare über den Bericht Bunt und lecker


Sehr hilfreich
Also meiner Meinung nach ein sehr gelungener Bericht! Alle wichtigen Infos drin und eine schöne Gliederung! Von mir also ein "sehr hilfreich"! Liebe Grüße, Sweety179
Sweety179
Sehr hilfreich
Mal bewerte ich so, mal so. Bei dir gibts eindeutig ein sehr hilfreich:o) Dein Bericht ist auf jeden Fall interessant und wieso dann nicht die beste Bewertung:o)
LiebessternI
Sehr hilfreich
Einwandfreier Bericht.Der hat mir echt gut gefallen. Sehr informativ und vielleicht auch sehr lehrreich,mal schauen.Man liest sich, Danke. Gruss lautern
lautern
Sehr hilfreich
Ich muss sagen, das ist ein wirklich gelungener Bericht von dir. Er ist sehr gut geschrieben und informativ. Sehr hilfreich ist da wirklich angemessen.
Kay83
Sehr hilfreich
ich glaube das wäre mir zu bunt- aber für einen kindergeburtstag der knaller!
Blue.Angel


Eigene Kommentare zu dem Bericht Bunt und lecker über das Produkt Papageienkuchen schreiben


Sie möchten direkt auf den Bericht Bunt und lecker über Papageienkuchen einen Link setzen? Kein Problem. Nutzen Sie dafür den eingeblendeten Code:


Oder möchten Sie diesen Bericht auf Ihrer Seite veröffentlichen? Dann fügen Sie das unten aufgeführte JavaScript an der Stelle ein, an welcher der Bericht Bunt und lecker über Papageienkuchen erscheinen soll.
RSS-Feed (kompakt)
RSS-Feed (erweitert)


© 2003-2007 Preisvergleich und Tests auf myMeinung.com - Das Verbraucherportal powered by artaxo AG
| Informationen | AGB | FAQ | Kontakt | Mediadaten | Impressum |
Die 5 besten Kategorien im Preisvergleich: DVD Player, DSL, Versicherung, Waschmaschinen und Strompreise.
Die Testberichte zu den jeweiligen Produkten geben - sofern nicht anders gekennzeichnet - lediglich die individuelle Meinung des jeweiligen Autoren wieder.
Es handelt sich hierbei nicht um Meinungsäußerungen von myMeinung.com bzw. der artaxo AG.