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chronische Niereninsuffizienz

chronische Niereninsuffizienz (CNI) bei Katzen

Bericht von Nikkita01 über chronische Niereninsuffizienz
Veröffentlicht am 21.04.04 - 16:07 Uhr
Der Bericht wurde bisher 10900 mal gelesen.

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Profil von Nikkita01

Der Autor benotete das Produkt chronische Niereninsuffizienz mit der Note: 6
Pro: eigentlich nichts - immerhin soweit behandelbar, dass man dem Tier noch ein längeres, qualitatives Leben geben kann.
Contra: die Krankheit, unheilbar

Empfehlenswert? nein

Bericht:



Die häufigste Todesursache bei Katzen ist die chronische Niereninsuffizienz. Meistens wird diese Krankheit nur zufällig durch eine Untersuchung entdeckt und bei einem Blutbild stellt man "leicht erhöhte" Nierenwerte fest. Was vielen allerdings nicht bewusst ist und viele Ärzte nicht sagen leicht erhöhte Nierenwerte bedeuten, dass schon 75% des Nierengewebes geschädigt ist.

Was die lieben Tierärzte auch meistens nicht erwähnen man kann nämlich noch sehr viel für die Katze tun, so dass Sie noch eine schöne, lebenswerte Zeit hat und man kann den Fortschritt der Krankheit verzögern. Einige raten zum einschläfern, ich möchte aber hier an alle appelieren, dem nicht einfach blindlings zu folgen!!! Ihr kennt Eure Katze am besten und könnt es entscheiden, wann es soweit ist. Wenn die Katze kämpfen will, dann unterstützt Sie mit allen Kräften dabei, denn Sie wird auch Eure Kraft dafür brauchen.



Wenn Ihr vom Tierarzt diese Diagnose bekommen habt, kann ich Euch eine sehr hilfreiche, informative und angagierte Mailingliste empfehlen, von der ich auch sehr viel gelernt habe:

http://de.groups.yahoo.com/group/nierenkrankeKatze



Das wichtigste sind erst einmal die Blutwerte. Ihr habt ein Recht darauf, dass Euch der Tierarzt die Blutwerte aushändigt, schließlich habt Ihr dafür bezahlt. Es kann auch mal wichtig sein, falls Ihr mit Eurem Tier in eine Notfallklinik müsst, oder Ihr Euch dazu entscheidet den Tierarzt zu wechseln. So habt Ihr die Blutwerte in der Hand.

Hier mal eine Zusammenstellung der Blutwerte die gemacht werden sollten Diese wurden von den Mitgliedern aus der nierenkranke Katzen Liste ausgearbeitet. Nehmt am besten die Liste mit zum Tierarzt und beauftragt Ihn damit, denn es ist äusserst ärgerlich, wenn einige entscheidende Werte für eine genaue Auswertung fehlen und Eure Katze noch einmal dem Stress ausgesetzt werden muss.







Großes Blutbild (Differentialblutbild), dazu gehören:



Rotes Blutbild (gibt Aufschluss über eine mögliche Anämie und auch den Zustand des Flüssigkeitshaushalts):

Erythrozyten

Hämoglobin (Hb)

Hämatokrit (Hkt)

MCH

MCHC

MCV

(die letzten drei Werte kann man notfalls aus den Werten des sonstigen roten Blutbildes errechnen)



Weisses Blutbild (gibt Aufschluss über mögliche Infekte):

Gesamtleukozyten

Neutrophile Granulozyten, stabkernige

Neutrophile Granulozyten, segmentkernige

Eosinophile Granulozyten

Basophile Granulozyten

Lymphozyten

Monozyten



Thrombozyten (sind für die Blutgerinnung zuständig und reagieren empfindlich auf VitaminMangel)



Leberwerte (oft wird durch die Nierenerkrankung auch die Leber verstärkt beansprucht, deshalb ist die Kontrolle wichtig):

Alkalische Phospatase (AP bzw. ALKP)

Globuline

GOT

GPT

Bilirubin direkt

LDH



Bauchspeicheldrüse Pankreas:

Amylase

Lipase

und bei Verdacht auf Pankreasentzündung, aber trotzdem ohne Auffälligkeit bei Amylase und Lipase ist der TLITest zu empfehlen



Blutchemie Proteine:

Gesamteiweiß

Albumin



Blutzucker:

Glucose

Fructosamin



Niere:

Harnstoff oder HarnstoffN (BUN)

Kreatinin



Muskulatur:

Kreatinkinase (CK)



Elektrolyte (diese sind sehr wichtig, weil von ihnen viele Gesichtspunkte der Therapie abhängen, z. B. ob Phosphatbinder und welcher, welche Infusionslösung etc.)

Phosphat

Gesamtkalzium (mit ionisiertem Kalzium auf jedem Fall im fortgeschrittenen Stadium der CNI messen)

Kalium

Natrium

Eisen

Chlorid

Magnesium



Vitamine (nierenkranke Katzen neigen zu Vitaminmangel, weil sie durch das vermehrte Trinken die Vitamine schneller ausscheiden)

Folsäure

Kobalamin (Vitamin B12)



Bei Verdacht oder in fortgeschrittenem Stadium die Schilddrüsenwerte (Wenn die Schilddrüse bislang ohne Befund war, dann reicht eine halbjährliche Kontrolle):



T3

T4

TSH



Blutgasanalyse (BGA)

wichtig zur Feststellung, ob eine metabolische Azidose (Übersäuerung des Organismus) vorliegt.



Vorsicht: Das Blut muss für die BGA äußerst sorgfältig entnommen werden (es darf keine Luft im Röhrchen bleiben, da die Gase sonst verfliegen) und sollte schnellstens in einem dafür geeigneten Labor ausgewertet werden. Das Blut muss innerhalb max. 1(!) Stunde im Labor untersucht werden. Nicht jedes Labor verfügt jedoch über ein entsprechendes Messgerät! Deshalb dringend vor dem Tierarztbesuch per Telefon klären, ob

diesem bekannt ist, wie die Blutabnahme für eine solche Untersuchung erfolgen muss,

dessen Labor die Untersuchung durchführen kann (er soll das notfalls telefonsisch vorab klären!),

die Blutprobe kurzfristig genug in das betreffende Labor geschafft werden kann.







Die häufigsten Anzeichen für eine Niereninsuffizienz sind vermehrtes trinken, schlechtes fressen und Sie ziehen sich oftmals zurück, sind schlapp und erbrechen (meist weissen Schaum).

Geht man dann zum Tierarzt sind erhöhte Werte im Blutbild schon zu erkennen.



Es gibt auch eine andere Möglichkeit um evtl. Nierenprobleme bei Katzen früher abklären zu lassen.

Es handelt sich hier um die Empfehlung einer Frühuntersuchung , nämlich um das "spezifische Gewicht" des Harns, eine wichtige Möglichkeit, die viel aussagt über mehrere mögliche Erkrankungen, u.a. auch über die Nieren.



Bei Nierenerkrankungen ist sie vor allem wichtig, weil sie in einem frühen Stadium den Beginn einer Insuffienz zeigt, die sich da aber noch nicht im Blutbild niederschlägt (zur Erinnerung: Da zeigt sie sich erst, wenn ca. 70 bis 75 % des Nierengewebes bereits zerstört ist):



Zitat:



"Harnspezifisches Gewicht



Das ist ein unschätzbar wichtiger Übersichtstest für Katzen. Aufgrund ihres Wüstenerbes haben normale Katzen konzentrierten Urin.



Eine Möglichkeit für eine frühe Diagnose ist die Empfehlung, jährlich den Urin aller Katzen auf das spezifische Gewicht zu untersuchen. Ist der Wert >1040 (1015), dann sollte eine Urinanalyse und Blutanalyse veranlaßt werden

(zusammen mit T4 Schilddrüsenwerte bei älteren Katzen).



Wir benutzen nie das Wort "normal" wenn wir uns auf das spez. Uringewicht beziehen (eine Maßeinheit, wie stark konzentriert der Urin ist). Wir bevorzugen das Wort "angemessen".

Der Grund dafür ist weil das Spez. Gewicht davon abhängt, welche Arbeit die Nieren leisten müssen, um die Körperflüssigkeiten in einem normalen Gleichgewicht zu halten.

Wenn Sie die Wüste durchqueren ohne Wasser, ist das einzig "angemessene" Uringewicht ein stark konzentriertes weil Ihre Nieren wissen müßten, daß Sie ausgetrocknet sind und deshalb jeden Tropfen zurückhalten müssen den sie können.

Wenn Sie dagegen eine Menge Wasser trinken, ist das "" Spez. Uringewicht sehr verdünnt, weil es die Aufgabe der Nieren ist, das überflüssige Wasser auszuscheiden.



Bei einer Azotämie (ist eine Vermehrung stickstoffhaltiger Endprodukte im Blut), produziert die arbeitende Niere einen konzentrierten Urin, das ist aber mehr das Kennzeichen einer prärenalen denn einer renalen Azotämie.

Bei einer renalen Azotämie wird der Urin nicht mehr angemessen konzentriert.



Was die Sache dabei kompliziert ist

1. Die Nieren sind in Ordnung, aber es liegt ein anderer Grund dafür vor, daß die Niere den Urin nicht mehr konzentrieren kann, z.B beim Hyperthyroidismus (ist Überfunktion der Schilddrüse) oder wenn der Patient Entwässerungsmittel

bekommen hat dann kann die Azotämie immer noch prärenal sein trotz des Mangels an konzentriertem Urin.



2. Katzen in einem sehr frühen Stadium der Niereninsuffizienz werden leicht azotämisch bevor sie ihre Fähigkeit zur Urinkonzentration verlieren, und das unterscheidet sie von Hunden und Menschen und das hängt damit zusammen, weil

Katzennieren so verflixt gut darin sind, einen konzentrierten Urin zu produzieren."



Zitat Ende



(diese Information stammt aus der amerikanischen Nierenliste von einem Mitglied)





Die chronische Niereninsuffizienz der Katze ist eine unheilbare Erkrankung, mit langsam schlechter werdender Nierenfunktion. Dadurch kann die Niere Abfallstoffe nicht eliminieren und die Elektrolyte nicht regulieren. Durch die sich im Körper anreichernden Abfallstoffe wird das Tier nach und nach vergiftet.



Mit der Dauer der Erkrankung können auch Elektrolytverschiebungen, Anämie und Blutdruckprobleme auftreten. Häufige Symptome einer chronischen Niereninsuffizienz bei der Katze sind unter anderem Erbrechen, Irritationen der Magenschleimhaut, Inappetenz, rauhes Haarkleid und Erkrankungen im Maulbereich.



Wird die Krankheit bemerkt (meist durch Abmagern und Erbrechen), ist schon ca. 70% 75% des Nierengewebes zerstört (wie oben erwähnt). Ein Mensch würde in solch einem Fall zur Dialyse geschickt. Bei der Katze gibt es diese Möglichkeit nicht. Die Nieren können jedoch auch anders bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützt werden:



1. Bewässerung

Darunter versteht man die künstliche Flüssigkeitszufuhr. Die Katze bekommt Infusionen. Je nach Krankheitsbild ist die Menge stark unterschiedlich. Genaueres kann nur der Tierarzt festlegen. Regelmäßige Infusionen bergen nämlich auch immer ein gewisses Risiko, dass der Mineralstoffhaushalt durcheinander gerät. Deshalb muss hier strengstens darauf geachtet werden, dass die Anweisungen vom Tierarzt auch wirklich eingehalten werden.

Wer es sich zutraut, der kann seinen Tierarzt fragen, ob dieser ihm zeigt, wie eine subkutane (unter die Haut) Infusion gemacht wird und sich die notwendigen Sachen mitgeben lassen. Das erspart dem Tier unnötige Tierarztbesuche und damit verbundene Aufregung und schon auch den Geldbeutel.



eine Anleitung zur Gabe einer subkutanen Infusion findet Ihr auf meiner Homepage:

http://www.nickibenny.de.vu



2. Medikamente

Es gibt beim Tierarzt Medikamente, die die Entgiftung des Körpers unterstützen. Ein Mittel beispielsweise

· reduziert den Blutdruck

· reduziert den schädlichen Proteinverlust über den Harn

· steigert den Appetit der Katzen.

Ein anderes reduziert den Phosphatgehalt, Eiweiss und Giftstoffe im Blut. Auserdem korrigiert es den Calciumgehalt.



Aber auch die Naturheilkunde hält einige Mittel bereit. Allerdings muss hier für jedes Tier ein spezieller Plan erarbeitet werden.



3. Diätfutter

Diätfutter gibt es von verschiedenen Firmen. Sie sind alle nur beim Tierarzt erhältlich. Es gibt sowohl Dosen als auch Trockenfutter. Die meisten Tierärzte halten Proben der jeweiligen Sorten bereit. Die Fa. Kattovit bietet Schonkost an, die frei in Zoofachgeschäften erhältlich ist. Leider handelt es sich hierbei nicht um sogenanntes Premiumfutter, so dass es für ein schweres Stadium der Niereninsuffizienz nicht empfehlenswert ist.

Diätfutter für nierenkranke Katzen hat reduzierten Proteingehalt und vor allem reduziertes Phosphat. Das Protein das darin enthalten ist, muss ein hochwertiges sein, damit die Nieren nicht so viel Abfallprodukte verarbeiten müssen.

Ich persönlich habe so meine eigenen Erfahrungen mit dem Diätfutter gemacht. Bei meinem Benny konnte man zusehen, wie schnell Er an Muskelmasse verlor und kaum noch auf seinen Kratzbaum kam. Ich versuchte Ihm dann Eiweiss (vom Ei) zuzuführen, damit Er mehr hochwertiges Protein zu sich nahm und bindete den Phosphatgehalt mit Aludrox (Phosphatbinder). Aber das muss jeder selber herausfinden was für seine Katze das Beste ist.



Das nächste Problem bei Diätfutter ist, dass die meisten Katzen nur das Trockenfutter fressen. Ich persönlich bin ja vom Trockenfutter überhaupt nicht begeistert. Die Tatsache, dass Trockenfutter dem Katzenkörper erheblich Wasser entzieht ist schon für eine gesunde Katze auf Dauer gefährlich und erst recht bei einem nierenkranken Tier. Eine grundsätzliche Fütterung mit Trockenfutter, führt dazu, dass eine Katze ständig dehydriert (ausgetrocknet) ist. Eine Katze kann zusätzlich gar nicht so viel trinken um das wieder auszugleichen, mal davon abgesehen, das Katzen grundsätzlich nicht viel trinken (Stichwort Wüstenerbe, siehe oben). Legt doch mal einige Brocken Trockenfutter in ein Schüsselchen und übergießt es so lange mit Wasser, bis alles aufgesogen ist. Ich habe diesen Test durchgeführt mit 400g Trockenfutter. Dieses konnte 100ml Wasser aufsaugen und bei dem Gedanken, was das in einem Katzenkörper auf Dauer anrichten kann, wurde mir übel.



Auch das Märchen das Trockenfutter gut für die Zähne sei ist Humbug.

Die Bröckchen sind viel zu klein als das die Katze darauf genügend kauen würde. Meist wird es einfach nur runtergeschlungen. Gegen Zahnstein hilft immer noch das Natürlichste, nämlich Knochen (z.B. Hänchenflügel). Zu beachten ist dabei, diese roh zu belassen, denn gekocht fangen sie an zu splittern und das kann gefährlich für Eure Miezen werden.

Viele Katzen haben trotz jahrelangem Trockenfutter fressen erheblichen Zahnstein. Dafür ist aber die Speichelzusammensetzung (bei jeder Katze unterschiedlich) verantwortlich. In diesem Punkt ist es Veranlagung genau wie bei uns Menschen.



Nierenkranke Katzen und Trockenfutter passt in meinen Augen nicht wirklich zusammen, da man einerseits die Katze "Bewässern" muss, aber andererseits etwas füttert, das dem Körper Wasser entzieht.

So viel aber zur Theorie. Ich habe es selber an Benny gesehen, Er rührte seit dem Diättrockenfutter kein Nassfutter mehr an, da konnte ich machen was ich wollte. Nur in seinen letzten Tagen wollte Er wieder Nassfutter haben. Da es also das allerwichtigste ist, dass nierenkranke Tiere (alle kranken Tiere) überhaupt fressen, ist es letztendlich dann egal. Diese Katzen dürfen unter keinen Umständen hungern! Notfalls gibt man eben das Futter das die Katze zuvor gefressen hatte vermischt mit einem Phosphatbinder (wie z.B. Aludrox Aluminiumhydroxid, ist in jeder Apotheke frei verkäuflich, für Menschen angewendet als Magensäurebinder). Aber nur im Notfall "normales Futter" geben. Denkt daran: reduziertes aber hochwertiges Protein und stark reduziertes Phosphat!



Als kurzfristiger Nahrungsersatz für nierenkranke Katzen ist Calopet (von der Fa. Vétoquinol über TA erhältlich) besser geeignet als Nutrical. Hier die Gründe:

Calopet enthält

einen deutlich höheren VitaminGehalt (insbesondere mehr BVitamine)

Biotin

sowie Taurin.

wird von Katzen lieber genommen, da nicht so klebrig



Nutrical enthält gar kein Taurin. Taurin ist aber für die Katze essentiell (lebensnotwendig). Sie kann Taurin im Gegensatz zu anderen Lebewesen nicht selbst herstellen und ist darauf angewiesen, dieses mit der Nahrung zu sich zu nehmen.

Nutrical hat zudem den höheren Zuckeranteil. Und ganz nebenbei ist Calopet auch noch gute 50 Cent billiger und wird meist lieber genommen ;)



Soweit ich hörte, wurde Nutrical ursprünglich für Arbeitshunde entwickelt. Es enhält Zuckerquellen wie Malzsirup und Zuckerrohrmolasse. Hunde können diese hohen Zuckergehalte verarbeiten, Katzen vertragen Fette besser.



Nutrical enthält die Vitamine A und D, die generell nicht für nierenkranke Katzen empfehlenswert sind. Jedes normale im Handel erhältliche Futter, das sie bekommen, enthält bereits diese Vitamine, so dass diese zusätzlich hinzukommen.



Das enthaltene Fett stammt aus Quellen, die Katzen nicht so gut nutzen können, sie benötigen tierische Fette. Sie können sehr wohl Dorschleberöl verarbeiten, aber das enthält wiederum die Vitamine A und D.



Nutrical enthält nur eine winzige Menge an Protein, kaum der Rede wert. Katzen brauchen Protein (hochwertiges).



Das Calcium/PhosphorVerhältnis liegt auf dem Schwerpunkt Kalzium. Das bewirkt einen niedrigen Phosphatgehalt.



Natriumbenzoat, der Konservierungsstoff, ist einer der Konservierungsstoffe die giftig für Katzen sind. Sie reagieren empfindlicher darauf als andere Tierarten, da sie Benzoesäurederivate nicht verstoffwechseln können.



http://www.inchem.org/documents/jecfa/jecmono/v05je06.htm



Übersetzung:

"Die Emfindlichkeit der Katze darauf kann auf die Unfähigkeit zurückzuführen sein, Benzoyl Glucuronide zu bilden. Bei Mengen von mehr als 0.45 g/kg bei einer einzelnen Dosis oder bei 0.2 g/kg bei ständiger Gabe wirkt es sich giftig aus (Bedford & Clarke, 1971)."



Es herrscht eine generelle Übereinkunft darüber, dass jede verabreichte Menge von Knoblauch bereits zuviel für Katzen ist, dass es einfach das Risiko nicht wert ist. Genauso ist es auch bei Natriumbenzoat. Das ist nicht etwas, das einfach untersucht werden kann. Wir können nicht sehen ob die Leber oder die Schleimhäute davon geschädigt werden, und es ist allgemein bekannt, dass Katzen nicht fähig sind, diese Produkte

angemessen zu verstoffwechseln.

Es ist nur fair darauf hinzuweisen, dass Nutrical offensichtlich schon einigen Katzen geholfen hat. Ob eine einzelne Katze nun Probleme wegen Nutrical bekommt hängt davon ab, wieviel man ihr verfüttert und ob die Menge an Konservierungsstoffen gering ist. Hunde sind jedoch gegenüber Natriumbenzoat nicht empfindlich und dieses Produkt wurde nicht ausgänglich für Katzen entwickelt. Wäre dies der Fall, wäre

es anders zusammengesetzt.



Es ist kein besonders hilfreiches Mittel. Es sind einige Zuckerarten und Öle mit zusätzlichen Vitaminen. Ich weiss, es ist verunsichernd, weil einige Tierärzte dieses Produkt empfehlen. Wie gesagt, das ist leider die Meinung einer Minderheit.



Also: Tretet eurem TA auf die Füße, macht ihn auf diese für die Katze gravierenden Probleme aufmerksam und bittet darum, dass man auch Calopet bestellt. Selbst bestellen könnt ihr das leider nicht. Die Fa. Vétoquinol liefert ausschließlich an Tierärzte.





"Der frühzeitige Einsatz von sogenannten ACEHemmern hat einen positiven Effekt bei nierenkranken Katzen zu haben. Diese Medikamente wurden ursprünglich für die Behandlung von Herzpatienten eingesetzt.

Es konnte gezeigt werden, dass ACEHemmer in der Lage sind, den Druck in bestimmten Nierenabschnitten zu senken.

Dadurch kann der oben erwähnte Teufelskreis von Überbelastung der gesunden Nierenanteile und weiterer Nierenschädigung deutlich verlangsamt werden. Dies ermöglicht ein längeres Überleben bei deutlich besserer Lebensqualität."



Dr. med. vet. Markus Haller

Europäisch diplomierter Spezialist für innere Erkrankungen der Kleintiere (Dipl ECVIMCA)

Kleintierpraxis HallMa, Oberdorfstrasse 4, 5706 Boniswil



Den Katzen wird häufig das Fortekor 5 verschrieben. Dann gibt es jetzt noch eine Weiterentwiklung von Fortekor, dass ist das "Vasotop".





Oftmals leiden die Katzen auch an einer Anämie , die sehr gefährlich wird und schneller tötet als CNI (chron. Niereninsuffizienz). Das muss regelmäßig abgeklärt werden und gehört dringend behandelt! Bei einer leichten Anämie gibt es auch ein natürliches Eisenmittel:



Urtica dioica Ferro culta, Radix der Fa. Weleda (PZN 7087263) / Postfach 1309/1320, 73503 Schwäbisch Gmünd

(Wurzel der großen Brennessel, auf bestimmte Weise mit Eisen kultiviert)



Bei schwereren Anämien muss dann doch zu schulmedizinischen Mitteln gegriffen werden. Ein Beispiel wäre "Ferrum Hausmann Sirup" Aber immer nur in Absprache mit dem Tierarzt! Schließlich ist ein Tier kein "Versuchskaninchen"!



Wenn ein Eisenmittel eingesetzt wird, dann ist eine GERINGE Menge von Vitamin C notwendig, da der Wirkstoff im Körper erst dann richtig verwertet werden kann. (Da Eisen auch oftmals zur Verstopfung führt, kann man bei Bedarf Lactulose beigeben, wird von den Katzen auch gerne genommen.)



Vitamin C darf wirklich nur dann supplementiert werden! Oftmals bekommt man den Tipp der Katze Vitamin C zu geben, das scheint ja auch wirklich schon für alles zu helfen! Das war nun ironisch gemeint.

Man muss beachten, daß CNI eine Stoffwechselstörung bedeutet und daher neigen alle nierenkranke Katzen sowieso schon an einer Übersäuerung (metabolische Azidose). Diese Übersäuerung (Katzen produzieren ja Vitamin C auch selbst) , gilt es durch ausgeglichene und gesunde Ernährung im Rahmen zu halten. Zu viel Vitamin C versauert bei Katzen grundsätzlich den Organismus. Auch eine gesunde Katze braucht bei richtiger Ernährung keine Zugabe von Vitamin C!



Sehr hilfreich und absolut notwendig ist die Gabe von VitaminBKomplex. BVitamine sind wasserlöslich und werden somit schnell aus dem Körper ausgeschieden. Gerade bei einer CNIKatze die vermehrt trinkt und sogar regelmässig infundiert wird.

Auserdem regt Vitamin B (genauergesagt das Vitamin B12 Stoffwechsel) den Appetit an. Das ist ja wichtig bei CNIKatzen.

Geeignetes Mittel:

Vitamin BKomplex forte von Ratiopharm

Hersteller: ratiopharm GmbH, 89070 Ulm, www.ratiopharm.de



"Lespedeza siboldii" D6 oder D12 ist recht wirkungsvoll um den Harnstoff zu senken. Allerdings heisst es laut Kraft / Dürr, das Lespedeza nicht leichtfertig eingesetzt werden sollte, da es sonst im Notfall nicht mehr helfen würde.



Bei Magen und/oder Mundgeschwüren kann man der Katze "Ulcogant" (Wirkstoff: Sucralfate) geben. Lasst auch das vom Tierarzt abklären.



Gegen Übelkeit und um den Magen zu beruhigen schwöre ich persönlich auf Nux vomica D6. Das kleidet die Magenwände aus. Ich selber nehme auch dieses Mittel.

In den USA gibt es das "Slippery Elm Bark" (Ulmenrinde) und es hilft super. In Deustschland ist Slippery Elm Bark so nicht erhältlich, aber es gibt in den Apotheken Ulmenrinde (Pulver) zu kaufen. Es wirkt genauso gut.

Falls es allerdings bei euren Katzen schlimmer wird, besteht noch die Möglichkeit "Ranitidin" zu geben. Dies ist verschreibungspflichtig und gehört auch (wie bei allen Medikamenten!) mit dem Tierarzt besprochen und abgeklärt.



Dann gibt es noch das Renees Equisetum (Fa. WALA). Dieses wirkt unterstützend auf die Nierenfunktion.



Nicki





© Nikkita01

(Ich schreibe meine Berichte immer unter dem selben Namen)







Hier ist mein Text zu finden und weitere Links zu Infusionsgabe, Anämie...:

http://www.nickibenny2.de.vu/niere.htm

http://de.geocities.com/musikstudiodrenski/niere.htm



Quellen:

Katzenlisten (Groups), verschiedene Zeitschriften / Broschüren, mein jetziger Tierarzt und eigene Erfahrungen.






chronische Niereninsuffizienz

Einige Kommentare über den Bericht chronische Niereninsuffizienz (CNI) bei Katzen


Sehr hilfreich
Also meiner Meinung nach ein sehr gelungener Bericht! Alle Infos drin, die man wissen sollte und dann noch eine gute Gliederung mit eigenen Erfahrungen! Da vergeb ich heute doch glatt mal ein "sehr hilfreich"! Liebe Grüße, Sweety179
Sweety179
Sehr hilfreich
Wie immer ein Hammer Bericht von dir deswegen auch eine super Bewertung von mir nämlich ein sehr hilfreich. Dem kann ich nichts weiter hinzufügen, nur noch einen LG Gruß an Dich und mach weiter so!
Connector
Sehr hilfreich
Ich finde deinen Bericht sehr hilfreich, da er sich gut lesen lässt und mich gut informiert hat. Daher vergebe ich gerne ein sehr hilfreich. Viele Grüße von manu63
manu63
Sehr hilfreich
Einwandfreier Bericht.Der hat mir echt gut gefallen. Sehr informativ und vielleicht auch sehr lehrreich,mal schauen.Man liest sich, Danke. Gruss lautern
lautern
Sehr hilfreich
Ein wirklich sehr nützlicher und angenehm zu lesender Bericht. Solche Berichte liest man ja gern. Daher sehr hilfreich.
Wildheart


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