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Zungenpiercing - Tipps & Tricks

Es klappert die Zunge beim rauschenden Kuss

Bericht von stern.schnuppe über Zungenpiercing - Tipps & Tricks
Veröffentlicht am 26.01.05 - 13:45 Uhr
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Profil von stern.schnuppe

Der Autor benotete das Produkt Zungenpiercing - Tipps & Tricks mit der Note: 1
Pro: Individueller Schmuck
Contra: Zahnprobleme

Empfehlenswert? Ja

Bericht:

Es klappert die Zunge beim rauschenden Kuss...


... und das ist längst nicht alles, doch beginnen wir am Anfang vor knapp zehn Jahren.

Monatelang wollte ich mir einen Körperschmuck zulegen, konnte mich aber für keinen bestimmten entscheiden. Vor einem Tattoo hatte ich damals zuviel Angst, mit Bauchnabelpiercing lief jede Zweite rum. Dann traf ich meinen damaligen Freund und erlebte eine Überraschung, als wir uns das erste Mal küssten. Er hatte ein Zungenpiercing. Glücklicherweise hat er mich nicht vorgewarnt, sonst hätte ich ihn wahrscheinlich nie geküsst Metallbaukasten denk. So aber erlebte ich viele faszinierende Zungenspielereien, die u.a. auch sehr erotisch waren, doch das gehört nicht in diese Kategorie! Kurze Zeit später stand mein Entschluss fest – das will ich!

Ich hatte schon lange vorher ein Studio meines Vertrauens gefunden. Es erfüllte die unbedingt zu beachtenden Kriterien wie unbedingte Sauberkeit und Hygiene, Nichtraucherzone im Behandlungsteil usw. ... Darauf sollte man unbedingt achten, am Ende liste ich noch wichtige Punke auf, doch zunächst meine Erfahrungen. Ich hab sogar mal erlebt, dass ein Hund beim Tätowieren zuschaute, das würde mich definitiv von einem weiteren Besuch in dem Studio abhalten. Ganz wichtig ist auch das Vertrauensverhältnis zum Piercer. Sicher kann es nicht in so kurzer Zeit tiefgehend sein, wer sich jedoch unwohl fühlt, sollte besser gehen. Meinen Piercer kannte ich bereits. Das entschärfte die Situation ungemein, ich war weitaus weniger angstvoll. Abgesehen davon informierte ich mich ohnehin erst mal über die Art und Weise des Piercingstechens, die Nachbehandlung, die Komplikationen etc.

Am Ende blieb mein Entschluss bestehen, ich bekam einen Termin, füllte am entsprechenden Tag das Formular mit meinen Daten (Adresse, Krankheiten etc.) aus und wartete, bis ich dran war. Wäre ich noch keine 18 gewesen, hätten die Erlaubnis meiner Eltern eine Rolle gespielt. Nicht, dass ich die jemals bekommen hätte! g Diverse andere Vorsorgemaßnahmen waren nötig, diese liste ich ebenfalls am Ende auf.


Das Stechen

In diesem Studio hatte ich die Wahl, das Stechen mit Betäubung durch einen Arzt oder ohne vornehmen zu lassen. Die Betäubung seitens eines Arztes erfolgt durch eine Spritze in die Zungenspitze, ich weiß aber nicht, ob das heute überhaupt noch gemacht wird (laut Kommentar nicht mehr). In meinem Studio wurde dies nur zu bestimmten Terminen durchgeführt. So lange wollte ich nicht warten und auf die Spritze konnte ich gut und gern verzichten. Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit, bei der lediglich ein Betäubungsspray auf die Zungenoberfläche gesprüht wurde. Es schmeckte lecker nach Banane ;) ... Da man in der Zunge selbst keinen Schmerz verspürt, reicht die oberflächliche Betäubung im Prinzip aus. Fragt sich ohnehin, was mehr Überwindung kostet, das Piercing stechen zu lassen oder sich eine Spritze in die Zungenspitze geben zu lassen grusel

Die Zunge muss man anschließend ausstrecken, sie wird dann mit einer kleinen Zange festgehalten. Spätestens an dieser Stelle merkt man, ob man seinem Piercer wirklich vertraut! Anschließend wird mit einer Braunüle (ich glaub, so hieß das Teil) die Zunge durchstochen. Eine Braunüle ist quasi ein Kunststoffschlauch mit einer Nadel im Inneren. Wichtig ist, dass der Piercer auf keinen Fall die Adern trifft, die man normalerweise gut mit dem Auge erkennen kann. Einem meiner Freunde ist dies leider bei einem „schwarzen Schaf“ passiert, der Tag endete im Krankenhaus. Außerdem darf es weder zu weit vorn (Anstoßgefahr an den Zähnen), noch zu weit hinten angesetzt werden (zwecks Adern & Zungenbändchen). Dummerweise kann man das nicht kontrollieren, sondern sieht es erst, wenn es zu spät ist. Fragt vorher nach, wo der Piercer für gewöhnlich ansetzt, denn auch Piercer vertreten teilweise unterschiedliche Meinungen! Meine Zunge war jedenfalls „piercingkompatibel“. Man mag es kaum glauben, aber das Stechen war tatsächlich so gut wie schmerzfrei! Lediglich an der Oberfläche piekte es, aber auch nicht mehr, als wenn ich ein Ohrloch nach langer Zeit wieder durchsteche. Unangenehm fühlte sich der nächste Schritt an. Jetzt wird nämlich die Nadel gezogen und durch den Gummischlauch der Piercingstab gedrückt. Eben dieses Druckgefühl fand ich sehr unschön, wenn auch nicht schmerzhaft. Da jeder Mensch ein anderes Schmerzempfinden hat, kann ich natürlich nicht sagen, es tut nie weh.

Der erste Stab ist ziemlich lang und man fragt sich, wohin man mit dem Teil soll. Die Länge ist jedoch unbedingt notwendig, da die Zunge anschwillt und die gesamte Stablänge benötigt. Der Anschwellgrad ist bei Jedem unterschiedlich, das Abschwellen ebenso. Während bei mir nach drei Tagen alles wieder in Ordnung war, durfte sich ein Bekannter nach einer Woche immer noch von Suppe ernähren. Gut, er war auch selbst schuld, die Nachbehandlung sollte man schon korrekt durchführen!


Der Schmuck

Je nachdem, wann die Zunge wieder ihre normale Form angenommen hat, geht man wieder ins Studio und lässt den ersten Stab gegen einen Kürzeren wechseln. Normalerweise ist der zweite Stab im Preis inbegriffen! Unseriöse Studios verlangen gern noch mal Geld für den Zweiten! Auch die Form der Endstücke kann man sich meistens noch aussuchen. Es gibt beispielsweise Plättchen oder Kugeln, in silber oder blau oder vielen anderen Farben. Einige Kugeln haben sogar noch einen Ring usw. usw. Hier entscheidet ganz klar der persönliche Geschmack. Ich entschied mich damals für ein schlichtes Modell mit je einer Kugel an jedem Ende. Ganz wichtig ist das Material. Unbedenklich ist auf jeden Fall hochglanzpolierter Titan, da es nickelfrei ist. Silber eignet sich nur dann, wenn es um richtiges Sterlingsilber handelt und auch erst beim zweiten Stab. Der Erststab darf auf keinen Fall aus Silber sein!!! Abgesehen davon kann Silber anlaufen, beim Zungenpiercing aber wohl eher nicht. Damals waren viele Stäbe aus Chirurgenstahl, auch meiner. Heute schüttelt man darüber wahrscheinlich den Kopf, denn Chirurgenstahl kann Nickel enthalten. Da ich keine Nickelallergie habe, ist nichts passiert. Selbstverständlich wurde ich auch danach befragt! Soweit ich weiß, gibt es inzwischen auch Kunststoffkugeln, die selbstverständlich die Zähne mehr schonen als anderes Material, damit kenne ich mich aber nicht aus.


Die Nachbehandlung

Lang ist’s her... Definitiv sollte man auf Rauchen verzichten, auch wenn es schwer fällt. Die ersten Tage hab ich mich dran gehalten, später nicht mehr. Das das ganz klar ein Risiko darstellt, versteht sich von selbst. Rauchen behindert den Heilungsprozess, man weiß es doch von Zahnbehandlungen!

In Sachen Essen waren "damals" Milch (hat sich inzwischen laut Kommentar erledigt) und saure Sachen absolut nicht angesagt, zu scharfe auch nicht. Sauer und scharf tut ohnehin weh, man darf nicht vergessen, dass man im Prinzip eine offene Wunde mit sich herumträgt! Auch Obst ist zu sauer, zwar nicht vom Geschmack, aber von den Fruchtsäuren her gesehen. In den ersten Tagen stellte sich mir diese Frage ohnehin nicht. Meine erste Mahlzeit war eine lauwarme Spargelsuppe und ich war nie glücklicher über so ein lasches Süppchen ;)

Wichtig ist regelmäßiges Spülen des Mundraums, am besten mit Listerine. Damit habe ich jedenfalls gute Erfahrungen gemacht, andere Mittelchen sind durchaus zu scharf. Auch hier gilt wieder, das persönliche Empfinden ist entscheidend.

Last but not least – Küssen verboten! Nicht nur Küssen, auch Oralsex ist nicht der Bringer in der Heilzeit. Auch wenn es schwer fällt, aber mit den eigenen Bakterien hat man genug zu kämpfen und die Ansteckungsgefahr ist groß!

Komplikationen

Was ein Übergang ;) ... Beim Piercen handelt es sich um einen Eingriff in den Körper, nicht anders als bei einer Operation! Das ist nicht frei von Risiko. Gerade bei der Zunge, die sehr gut durchblutet ist, können diverse Komplikationen auftreten.

Einerseits ist die Ansteckungsgefahr groß. Daher ist es zwingend notwendig, dass der Piercer mit Handschuhen und sterilisiertem Material arbeitet. Gerade in der heutigen Zeit, wo HIV und Hepatitisneuinfektionen immer noch stetig steigen, sind diese Maßnahmen unverzichtbar!

Wie schon erwähnt, ist auch die Materialwahl entscheidend. Bei einer Nickelallergie kommt Chirurgenstahl oder anderes nickelhaltiges Material nicht in Frage, genau wie Silber als Erstpiercing.

Das nächste Problem ist der Stechpunkt. Ist er zu weit hinten, kann es zu Verletzungen des Zungenbändchens kommen, sowohl beim Stechen als auch später durch die permanente Reizung des Bändchens mit der unteren Kugel. Ist es zu weit vorn angesetzt, werden die Zähne in Mitleidenschaft gezogen.

Gerät man an einen falschen, z.B. schlecht oder gar nicht ausgebildeten Piercer, kann es passieren, dass er die Adern trifft. Noch heute frage ich mich, wie derjenige es in oben erwähntem Fall geschafft hat, denn normalerweise sind sie gut zu sehen (von unten).

Ein weiteres Risiko ist die falsche Stablänge! Ist der Stab anfangs zu kurz, kann man sich gut vorstellen, was passiert, wenn die Zunge anschwillt. Wenn die Kugeln plötzlich in die Zunge gedrückt werden, geht die Schwellung sicher nicht zurück, denn die Zunge reagiert mit weiterem Anschwellen. Der zweite Stab darf ebenfalls nicht zu kurz sein. Am Tage muss noch ein gewisser Spielraum übrig bleiben, da die Zunge nachts im Normalfall ebenfalls etwas anschwillt. Auch zu lang darf der Stab am Ende nicht sein, das bekommt weder dem Gaumen noch den Zähnen.

Ich hoffe, ich habe hier nichts vergessen, ein guter Piercer informiert Euch aber ohnehin über alles! Ganz wichtig ist, dass Euer Piercer für Euch Tag und Nacht erreichbar ist, sollte etwas nicht stimmen. Wer nur während der Öffnungszeiten zur Verfügung steht, wäre mir suspekt!


Die Zeit danach

Alles überstanden? Wunderbar. Oder auch nicht. Ich war glücklich und zufrieden solange ich nicht zur Arbeit musste. Dann ging das Tohuwabohu los, denn Zungenpiercings waren zu dem Zeitpunkt alles andere als gesellschaftsfähig. Dabei hatte ich noch nicht mal direkten Kundenkontakt, mein Chef verlangte allerdings von mir, dass ich das Piercing zur Arbeit herausnehme. Das habe ich wiederum abgelehnt und damit begründet, dass die Zunge zu schnell heilt und das Loch wieder zuwächst. Ganz so schnell geht es freilich nicht, aber er hat es mir abgenommen. Im Prinzip konnte er einfach nur nicht damit umgehen und hat sich auch bald dran gewöhnt. Na ja, halbwegs, ich habe dann aber bald den Job gewechselt. Nein, nicht wegen des Piercings ;)

Auch meinen Eltern habe ich es nicht verraten, die wären umgefallen. Ich hatte es allerdings recht einfach, weil ich bereits 300 km weit weg wohnte und sie nur alle paar Wochen sah. Irgendwann bekamen sie es dank meiner Schwester doch heraus. Der Zeitpunkt war denkbar günstig ungünstig. Wir saßen mit versammelter Familie (Tanten, Großeltern etc.) im Restaurant bei einem Geburtstagsessen. Dummerweise gab es eine Vorsuppe. Tja, beim Essen stieß der Löffel dauernd ans Piercing und es klimperte vor sich hin. Meine kleine Schwester bekam es mit und fragte lauthals, was ich da habe!!! argh Naja, ich habe dann die Zunge rausgestreckt und mich innerlich köstlich über die Gesichter amüsiert. Da wir im Restaurant saßen, gab es keine Schimpftiraden, was ich im Nachhinein doch sehr praktisch fand. lach Später hat meine Mutter mich nur gefragt, ob ich jetzt völlig spinne, denn das Piercing war nur die Krönung einer Reihe von Veränderungen. Meine Eltern haben mich aber trotzdem behalten ;)

Wenn man nicht aufpasst, beginnt man schnell, andauernd mit dem Stab bzw. den Kugeln herumzuspielen. Ich finde es absolut widerlich, wenn vor Dir jemand sitzt und immerzu den Stab rausschiebt usw. Mal eins ok, aber wenn es zum Dauersport wird – nein danke. Ich hab auch lange drauf rumgekaut, bis es mir mal jemand gesagt hat. Dann habe ich drauf geachtet und es schnell bleiben lassen. Ist wirklich keine schöne Sache! Im Mund selbst habe ich nicht aufgehört mit der Spielerei, aber es ist auch etwas anderes, wenn es nicht jeder sieht. Schließlich war das auch ein Grund für dieses Piercing!

Man sollte sich vorher genau darüber im Klaren sein, dass die Reaktionen nicht alle positiv sind. Heute sieht es vielleicht schon anders aus, Piercings sieht man inzwischen überall. Nichtsdestotrotz ist es nicht überall gern gesehen!

Die interessantesten Erfahrungen sind wohl das Küssen und einige sexuelle Spielereien, die ich hier nicht näher erläutern will. Meiner Meinung nach hat so ein Piercing jedenfalls einen hohen Erotikfaktor – wenn man sich drauf einlassen kann. Weniger erotisch, aber umso lustiger war der erste Kusstest mit einem ebenfalls zungengepierctem Mann! Das klickerte fröhlich vor sich hin, so dass wir uns zwar nicht fallen lassen konnten, aber wenigstens gemeinsam Lachen bzw. beim Küssen grinsen ;)

Auf einige Dinge konnte bzw. habe ich zwangsweise in der gesamten Tragezeit verzichtet. Kaugummi kauen beispielsweise erwies sich als tricky Angelegenheit. Wenn sich so ein Kaugummi erst mal um den Stab gewickelt hat, viel Spaß! Genauso verhielt es sich mit Nimm2! Die Bonbons haben ja die Angewohnheit, beim Lutschen in der Mitte ein Loch zu bekommen. Tja, die Kugel passt genau in dieses Loch! Ein normales Lied pfeifen ging auch nicht mehr, ich habe mit dem Teil keinen Ton mehr rausbekommen außer pfhhht. Ach ja, Kaugummiblasen waren auch passé... Schwer einschätzbar ist das Problem mit dem Lispeln. Anfangs haben wir alle etwas gelispelt, ich meine, später nicht mehr. Vielleicht gewöhnt man sich einfach nur dran?! Ich war jedenfalls der Meinung, wieder eine klare Aussprache zu haben, meine Kollegin behauptete nach Jahren noch, ich würde lispeln. Sie hielt mich allerdings auch nicht für zurechnungsfähig. Tz... )

Ich bin einige Jahre gut mit dem Piercing zurecht gekommen, jedoch stellten sich nach und nach leider Probleme ein. Teilweise entzündete sich die Einstichstelle trotz Pflege sehr unschön! Durch die Spielerei mit den Kugeln, die ich gern zwischen den Zähnen drehte, hab ich mir die Zähne abgeschliffen. Heute sieht man das nicht mehr, damals schon. Auch ist das Zahnfleisch an der Innenseite der unteren Schneidezähne zurück gedrückt worden und ich habe noch heute eine kleine Delle im oberen Gaumen. Mein Zahnarzt meinte, das kommt daher, dass die Kugel im Schlaf dauerhaft dagegen gepresst wird. Mein Zahnarzt war ohnehin nicht sehr begeistert von dem Piercing. Umso glücklicher war er, als er es mir endlich endlich rausnehmen durfte. Wieso der Zahnarzt? Zum Einen, weil ich ihm den Wunsch nicht abschlagen konnte, zum Anderen, weil ich es nach all den Jahren nicht mehr herausbekommen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich es in der ganzen Zeit nie rausgedreht habe! Das lag u.a. daran, dass ich ein Mädel traf, die es immer wieder rausnahm, was dazu führte, dass sich die Kugel manchmal von allein löste (. Außerdem war mir wohler dabei, einen Arzt in greifbarer Nähe zu haben...

Das Loch ist sehr sehr schnell verheilt. Ich wollte es spaßenshalber nach einer Woche noch mal reinmachen, das ging schon nicht mehr. Die Zeitspanne ist sicherlich bei jedem unterschiedlich, wir sind schließlich alle Individuen. Den Stab habe ich heute noch als Erinnerung, genau wie die kleinen Einstichstellen, die man ebenfalls noch sehen kann. Nichtsdestotrotz, die ersten Tage kam ich mir irgendwie nackt vor und der Wunsch nach einem neuen Körperschmuck kam auf. Den habe ich inzwischen, allerdings ist es jetzt ein Tattoo.

Puh, der Bericht ist doch länger geworden, als ich dachte. Ich bedanke mich bei allen, die durchgehalten haben und freue mich auf Kommentare, Anregungen etc. Sollte ich was vergessen haben, sagt es mir und ich werde es ergänzen!

Zum Schluss möchte ich nur die wichtigsten Punkte zusammenfassen, die zu beachten sind. Teilweise gehen sie aus dem Text hervor, jedoch kann ein Überblick nicht schaden.


Vorüberlegungen

Informiert Euch genau über Euer gewünschtes Piercing und zwar nicht nur bei Bekannten, sondern auch bei erfahrenen Piercern.
Bedenkt, dass ein Piercing ein Eingriff in Euren Körper ist und dauerhaft bleibt.
Überlegt Euch sehr genau, an welcher Stelle Ihr ein Piercing haben möchtet. In einer Bank ist z.B. ein Augenbrauenpiercing wohl eher unangebracht (der allg. Meinung nach).
Sofern Ihr noch nicht das biblische Alter von 18 Jahren erreicht habt, klärt es mit Euren Eltern ab und holt Euch deren Einverständniserklärung. Ohne diese pierct kein guter Piercer, sollte es doch jemand anbieten – FINGER WEG! Die Piercingstelle sollte auf der Erklärung definiert sein. Am Besten ist’s, ihr nehmt ein Elternteil gleich mit.

Studioauswahl

Verzichtet bitte bitte auf Piercings oder auch Tattoos auf irgendwelchen Conventions, Parties etc. ... Auch wenn dort erfahrene Piercer arbeiten, ich kann einfach nicht glauben, dass dort risikofreies Arbeiten (soweit es im Studio möglich ist) möglich ist.
Zunächst einmal wählt ein Studio, in dem ihr Euch wohlfühlt, wo ihr dem Piercer vertraut. Das ist aber nicht alles, auch schwarze Schafe können einen guten Eindruck machen.
Das Studio sollte definitiv gewerbsmäßig angemeldet sein.
Sowohl das Studio als auch, und der besonders, der Arbeitsplatz sollten sauber und hygienisch sein.
Der Piercer (oder sie) muss Dich gut beraten (Stechvorgang, Schmuck, Risiken, Erlaubnis der Eltern, Nachbehandlung) und auf ALLE Deine Fragen kompetent antworten können. Zweifelt ihr an einer Aussage, holt Euch die Informationen bei weiteren Piercern ein und vertraut nicht blind!
Ohne Desinfektion und Sterilisation geht gar nichts, genauso wenig wie ohne Handschuhe. Die Sterilisation betrifft nicht nur das Werkzeug sondern auch das Schmuckstück!
Kein guter Piercer lässt Euch ohne Pflegeanleitung und Notfalltelefonnummer nach Hause gehen!


Vorbereitungen

Alkohol und Drogen sind mindestens 24 h vorher tabu, genauso wie Medikamente. Diese können blutverdünnend wirken bzw. kann es zum Kreislaufkollaps kommen! Wenn ihr regelmäßig Medikamente nehmt, klärt es vorher mit dem Arzt ab. Normalerweise sollte ein Piercer danach fragen, tut er es nicht (Vorsicht!), weist ihn drauf hin.
Esst und trinkt vorher genügend! Danach geht es nicht mehr.
Wie schon erwähnt, denkt an die Einverständniserklärung der Eltern, falls nötig.

Nachbehandlung

Haltet die Pflegeanweisungen unbedingt ein, das Ergebnis bei Nichtbeachtung ist nicht schön, ich hab’s gesehen schüttel. Dazu gehören regelmäßiges Mundspülen, Rauchverbot, [keine Milchprodukte], kein saures/scharfes Essen (auch Obst), kein Oralsex, keine Zungenküsse!
Wendet Euch bei Komplikationen lieber zu früh als zu spät an Euren Piercer!
Genießt das Leben und seid vorbereitet auf die Reaktionen ;)


In diesem Sinne, exgepiercte Grüße von der Schnuppe mit besonderem Gruß an das Nordlicht Alexis21, die darauf besteht, ihr diesen Bericht zu widmen! Den Gefallen tue ich ihr doch gern, ich will ja nicht, dass sie sich bei einem schwarzen Schaf piercen lässt!

Zungenpiercing - Tipps & Tricks

Einige Kommentare über den Bericht Es klappert die Zunge beim rauschenden Kuss


Sehr hilfreich
Ich finde deinen Bericht sehr interessant, ausführlich geschrieben und gut strukturiert. Aus diesem Grunde ein sehr hilfreich von mir. Man liest sich bestimmt auch in der Zukunft. LG mickey73
mickey73
Sehr hilfreich
Mal bewerte ich so, mal so. Bei dir gibts eindeutig ein sehr hilfreich:o) Dein Bericht ist auf jeden Fall interessant und wieso dann nicht die beste Bewertung:o)
LiebessternI
Sehr hilfreich
Also meiner Meinung nach ein sehr gelungener bericht! Da kann ich mal wieder nicht anders und vergebe ein dickes " Sehr hilfreich "! Liebe Grüße, Sweety179
Sweety179
Sehr hilfreich
Einwandfreier Bericht.Der hat mir echt gut gefallen. Sehr informativ und vielleicht auch sehr lehrreich,mal schauen.Man liest sich, Danke. Gruss lautern
lautern
Sehr hilfreich
Sehr schöner Bericht, gefällt mir gut. ♣ LG der Delphin ♣
littledolphin21


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