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Bosch SRS 4312

Haushaltgeräte aus Monteursicht III:Bosch SRS 4312

Bericht von bidone über Bosch SRS 4312
Veröffentlicht am 01.11.03 - 18:06 Uhr
Der Bericht wurde bisher 2755 mal gelesen.

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Profil von bidone

Der Autor benotete das Produkt Bosch SRS 4312 mit der Note: 3
Pro: preiswert, solide
Contra: empfindliche Elektronik

Empfehlenswert? ja

Bericht:

In meiner kleinen Reihe „Haushaltgeräte aus Monteursicht“ folgt heute der dritte Teil. Nach den beiden Waschmaschinen möchte ich zur Abwechslung einmal über einen Geschirrspüler aus dem Hause Bosch berichten.

Der Bosch SRS 4312 ist ein 45 cm schmaler Geschirrspüler, der sehr gut für kleine Küchen geeignet ist und den wir oft verkauft haben. Deshalb gibt’s auch eine reichhaltige Reparturerfahrung über diese Baureihe, die ich mit in den Bericht einfließen lassen möchte, denn die Beschreibung des Äußeren und der Bedienung nützt ja nicht eigentlich weiter.



Beim SRS4312 handelt es sich um einen vollelektronischen Spüler aus der sogenannten Funktionalklasse. Bosch ordnet seine Geräte in Premium, Komfort und Funktionalklasse. Dieser Spüler gehört somit zur Einsteigerklasse, was aber nicht weiter stört, da er alle notwendigen Programme und Anzeigen besitzt. Alles weitere ist überflüssiger Luxus, den sich kaufen kann wer will. Die Verkäufer preisen dann natürlich gern eine Restlaufanzeige oder neun Spülprogramme an. Doch wenn ich einmal meine Kunden bei einer Reparatur frage wieviele Spülprogramme sie denn benutzen sind es meist nur ein oder zwei.

Mechanisch und technisch besteht auch kein Unterschied zu den teureren Geräten. Die Lebensdauer und Reparaturanfälligkeit ist bei allen Geräten gleich.



Die Fakten:

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4 Spülprogramme

Verbrauch bei eco 50°

Wasser: 13l

Strom: 0,8 kWh

Geräusch: 49 dB

Effizienzklassen: Energie:A, Reinigungswirkung:B, Trocknungswirkung:C

AquaStop Wasserschutzsystem

unterbaufähig

Salz & Klarspülermangelanzeige

9 Maßgedecke Fassungsvermögen



Die Inbetriebnahme:

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Anders als bei Waschmaschine und Kühlschrank gibt es bei einer Spülmaschineninbetriebnahme einiges zu beachten. Wer noch nie eine Spülmaschine besessen hat, macht hier oft etwas falsch, was zu erheblichen Geräteschäden führen kann.



Nachdem man das Gerät an den gewünschten Platz gestellt bzw. ihn unter die Arbeitsplatte der Küche geschoben hat. Schließt man natürlich zuerst Wasser, Abwasser und Strom an. Beim Abwasserschlauch muß man den kleinen schwarzen Gummipfropfen, der sich im Gerät befindet, überschieben, sonst wird der Ablauf nie richtig dicht. Mit etwas Spülmittel als Gleitmittel geht das auch ganz gut. Das ist eine etwas ungünstige Lösung. An den neuesten Geräten ist der Anschluß mitunter schon an dem Ablaufschlauch anvulkanisiert und das ist auch gut so.

Steht nun alles so wie es sein soll, wenden wir uns zuerst dem Wichtigsten zu. Dem Salz! Im Spüler unten befindet sich der Vorratsbehälter für Regeneriersalz. Der wird jetzt geöffnet und mit der beiliegenden blauen Kanne mit Wasser gefüllt. Das ist nur bei der Erstinbetriebnahme notwendig, aber sehr wichtig. Ist der Behälter mit Wasser gefüllt nehmen wir eine Packung Regeneriersalz für Spülmaschinen und füllen es mit Hilfe der blauen Dosierflasche in den Salzbehälter. Hier passt fast eine ganze Packung hinein und der Spüler nimmt sich dann immer soviel Salz wie er benötigt.

Serienmäßig ist das Gerät auf eine Wasserhärte von 1517°dH (Grad deutscher Härte) eingestellt. Am Besten man ruft das Wasserwerk an und stellt ihn ggf. auf die vorhandene Wasserhärte ein. Das ist wirklich wichtig, wenn die Wasserhärte höher als die eingestellte ist, gibt’s graue Kalkablagerungen auf dem Geschirr und im Gerät. Ist sie zu hoch eingestellt verbraucht man unnötig Regeneriersalz und belastet Umwelt und Geldbeutel.

Nun brauch man nur noch den Klarspüler in den davor vorgesehenen Behälter in der Tür zu füllen. Dabei sollte man nichts verschütten, da Klarspüler in kaltem Wasser extrem schäumt und es so zu Funktionsstörungen kommen kann.

Nun ist das Gerät einsatzbereit.



Die Spülprogramme:

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>Normal 65° Das Standartprogramm für alle Fälle. Hier werden Speisereste und Fette optimal entfernt.

>Eco 50° Das Programm für Kaffeegeschirr und Gläser. Durch die niedrigere Spültemperatur ist es aber für fettige Speisegeschirre weniger geeignet, da sich das Fett dann teilweise im Gerät ablagert und Geräteschäden und unangenehme Gerüche provoziert.

>Schnell 35° Ist nur für geringverschmutzes Spülgut geeignet.

>Vorspülen Zur Vorreinigung von stark verschmutztem Spülgut, bzw. um ein antrocknen zu verhindern, wenn der Spüler noch nicht voll ist.



Spülergebnis & Co.

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Das Spülergebnis ist beim SRS 4312, wie bei allen anderen BoschSpülern auch, sehr gut. Es hängt natürlich auch vom verwendeten Reiniger und dem Verschmutzungsgrad ab. Natürlich sollte man auch regelmäßig die Spülreste aus den Sieben im Bodenbereich entfernen.

Als Reiniger empfehle ich immer noch ein gutes Pulver, da es verschiedene Vorteile hat. Es löst sich schneller in der Spüllauge auf, man kann die Pulvermenge dem Verschmutzungsgrad anpassen und es ist pro Spülgang wesentlich preiswerter als die Tabs. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit den CalgonitProdukten gemacht.

Der Trockengrad ist nicht so berauschend, da der SRS 4312 einen Durchlauferhitzer zur Wassererwärmung besitzt. Spülmaschinen mit Heizkörper im Bodenbereich schalten beim Trocknen nocheinmal die Heizung ein, das ist bei einem Durchlauferhitzer nicht möglich.



Reinigung&Pflege:

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Iregendwohin müssen sie ja die Spülrückstände. Besonders wenn man seine Teller nur sehr grob vorreinigt, dann fällt eine größere Menge nichtlöslicher Rückstände an. Die finden sich dann im Grobsieb, das sich im Bodenbereicht der Maschine findet. Daher sollte man es mindestens einmal in Monat ausbauen und reinigen. Dabei kann man auch gleich noch die Feinsiebe mit säubern. Anschließend ist es wichtig, das man die Siebkombination durch drehen wieder im Bodenbereich verriegelt, damit sie beim Spülen nicht aufschwimmt.

Einmal jährlich empfehle ich eine Reinigung mit einem speziellen Spülmaschinenreiniger. Mit diesem Reiniger lässt man das Gerät einmal ohne Spülgut durchlaufen. Dadurch werden Ablagerungen von Fett und Kalk, die sich auch unsichtbar im Gerät ablagern, entfernt.



Warmwasseranschluß wirlich sinnvoll?

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Häufig treffe ich auf die Frage: Soll ich den Spüler an meinen Warmwasseranschluß anschließen? Dann spare ich ja Strom!

Dazu möchte ich hier gleich einmal ein paar Worte verlieren, da das ein Trugschluß ist.

>Erstens: Die Spülmaschine wechselt im Standartprogramm vier mal das Wasser. Dabei wird aber nur der Hauptspülgang und der Klarspülgang anschließend beheizt. Die beiden anderen Spülgänge laufen kalt ab. Erste Verschwendung von Warmwasser.

>Zweitens: In die Spülmaschine fließen jedesmal nur 34 Liter Wasser. Ein Großteil des Warmwassers steht also im Zulaufschlauch und in der Leitung und kühlt in der Zwischenzeit ab.

>Drittens: Habe ich eiweißhaltige Speisereste an meinem Spülgut und es kommt sofort mit Heißwasser in Berührung gerinnt das Eiweiß auf dem Spülgut und lässt sich anschließend nur noch schwer entfernen und es entstehen so Spülrückstande.

Fazit: Heißwasseranschluß lohnt sich nur für denjenigen, der eine Solaranlage hat und damit das Wasser kostenlos erhitzt. Gas & Öl sind teurer als die direkte Erhitzung in der Spülmaschine.



Die Stärken des SRS 4312:

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>Der Spüler ist mit seinen 49 dB relativ leise. Natürlich gibt es leisere Geräte, die aber nicht zu dem Preis.

>Wasser und Stromverbrauch sind sehr niedrig. Nutzt man die volle Beladung aus, so ist der Wasser & Energieverbrauch geringer als beim Handspülen.

>Im Verhältnis zu anderen Herstellern ist er relativ robust und langlebig.

>Der Spüler verfügt über drei verschiedene Spültemperaturen. So kann man Gläser schonend mit niedriger Temperatur spülen.

>Die Laugenpumpe ist nun endlich auch bei Bosch von innen zu reinigen. Dadurch kann auch der Besitzer bei Bedarf (Maschine pumpt nicht ab) die Pumpe reinigen, ohne den Kundendienst zu rufen. Das spart Zeit und Geld.

>Der Dichtsatz der Umwälzpumpe ist einzeln wechselbar. (Bei einer Reparatur.) Das erspart immense Kosten für eine neue Umwälzpumpe.

>Der Spüler verfügt über einen Durchlauferhitzer zur Wassererwärmung. Dadurch gibt es keine Verkalkung des Heizkörpers und keine verschmorten Plasteteile des Spülgutes, die mal sonst schon mal auf die Heizung fallen. Allerdings ist die Trockenwirkung etwas geringer.

>Der Salzbehälter befindet sich jetzt auch bei Bosch im Bodenbereich. Dadurch passt gegenüber der vorhergehenden Baureihe, wo der Salzbehälter in der linken Seitenwand war, wesentlich mehr Salz hinein und die Verwechslungsgefahr mit dem Reiniger ist viel geringer. (Bei der alten Baureihe kommt es sehr häufig vor, das der Anwender den Reiniger mit dem Salz verwechselt und dann Reiniger in das Salzgefäß füllt. Das führt zur Zerstörung der Wasserenthärtungsanlage Kostenpunkt ca.250€)

>Die mitgelieferte Salzkanne ist sehr praktisch beim Salzauffüllen.

>Die Siebe im Bodenbereich lassen sich gut befestigen, das verhindert ein schwimmen der Siebe während des Spülens. Dadurch wird ein verstopfen der Sprüharme verhindert. Das Grobsieb ist auch aus Metall und damit sehr stabil. Manche Hersteller setzen hier auf Kunststoff, der sich allerdings mit der Zeit verformt.

>Positiv sind auch die Salz und Klarspüleranzeigelämpchen. Die erscheinen zwar nicht wichtig, aber gerade beim Salz sind Spülmaschinen relativ empfindlich. Vergisst man mal das auffüllen, so hat man schnell eine graue Maschine und stumpfes Geschirr.



Die Schwächen des SRS 4312:

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>Größte Schwäche des Spülers ist seine Elektronik. Während die alten Modelle mit mechanischem Programmschaltwerk nahzu ewig funktionierten, kommt es hier zu zwei Auffälligkeiten. Die Tasten für die Programme sehen optisch sehr solide aus, was den Benutzer dazu verführt sie auch kräftig zu drücken. Hinter der Blende sieht es allerdings alles andere als solide aus. Die Tasten drücken auf einen winzigen Mikroschalter, der zu allem Überfluß auch noch über eine kleine Plastewippe betätigt wird. Folge ist das wegbrechen der Plastewippe. Nun kann man das entsprechende Programm nicht mehr anwählen. Nun muß das Gehäuse der Elektronik erneuert werden, was es zum Glück jetzt einzeln gibt. Bis vor kurzem musste deshalb die komplette Elektronik erneuert werden!

Weiterhin kommt es relativ häufig vor, das die Maschine nicht mehr heizt. Dann laufen die Spülprogramme sehr lang. Abhilfe schafft dann nur das austaschen der Elektronik.

>Falls der Spüler länger nicht benutzt wurde, kommt es zu dem Problem, das die Umwälzpumpe, das ist das Teil was die Spüllauge im Gerät zu den Sprüharmen drückt, nicht mehr dreht. Dann haben sich die Keramikdichtscheiben der Pumpe festgefressen. Abhilfe schafft hier nur ein erneuern des Dichtsatzes. Was aber nicht allzu teuer ist.

>Für mich als Monteur ist es ärgerlich, das der Bodenbereich relativ unzugänglich ist. Bei vielen Reparaturen muss man sehr viel demontieren um an die entsprechenden Bauteile zu kommen. Bosch nennt das Blockbauweise. Grund ist die preiswertere Herstellung, da der ganze Block so vormontiert werden kann.

Als Empfehlung bei der Schulung bekam ich mal zu hören das man ja den Spüler auf den Kopf stellen kann und sich dann alles problemlos demontieren läßt. Sicher geht das, aber es kostet Zeit und damit das Geld der Kunden!

Bei anderen Herstellern (z.B.Miele) hat man eine Serviceklappe am Boden und kommt so schnell und bequem an die Bauteile heran. Daran sollte ein Hersteller auch denken, denn ein Kunde der viel Geld für Reparaturen ausgeben musste kauft das nächste Mal sicher ein Gerät von einem anderen Hersteller.



Der Preis:

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Schwankt natürlich je nach Anbieter. Man sollte aber mit 400500€ rechnen. Je nach Leistung die der Händler erbringt. Selbstabholung ist natürlich billiger als ein Komplettservice mit Anlieferung, Anschluß und Inbetriebnahme durch den Fachhädler. Beim Fachhändler wird man aber auch nocheinmal eingewiesen und das Gerät wird vorgeführt. Gerade wenn man seinen ersten Spüler erwirbt ist das mitunter ein unschätzbarer Vorteil, da man dann einige Anfängerfehler vermeiden kann. Meist ist der Fachhändler auch kompetenter und preiswerter Ansprechpartner bei eventuell fälligen Reparaturen.



Fazit:

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Auch wenn man es nach den vielen Schwächen, die ich hier aufgelistet habe, unerwartet kommt, ich kann die Bosch SRS4312 empfehlen. Trotz ihrer Schwächen ist sie einere der besseren Maschinen am Markt. Da gibt es wesentlich schlechtere und anfälligere Maschinen.

Das Problem mit den wegbrechenden Tasten, kann man ja auch leicht umgehen, wenn man sie nur vorsichtig drückt nur wissen muß man es eben.

Das Spülergebnis ist tadellos und auch Wasser und Energieverbrauch halten sich in Grenzen.

Alles in Allem vergebe ich 3 Sterne und spreche eine Empfehlung aus. Alle die es sich leisten können sollten sich einmal im Hause Miele umsehen. Hier wird noch nicht auf bedingungslos preiswert sondern auf Langlebigkeit gebaut.



P.S: Danke für die Lesung ich hoffe ich konnte weiterhelfen und ein paar Tipps geben, die nicht im Verkaufsprospekt beim Händler stehen.



© 2003 bidone

Bosch SRS 4312

Einige Kommentare über den Bericht Haushaltgeräte aus Monteursicht III:Bosch SRS 4312


Sehr hilfreich
Also meiner Meinung nach ein sehr gelungener Bericht! Alle wichtigen Infos drinne und auch noch eine schöne Gliederung! Also bekommste von mir ein "sehr hilfreich"! GLG Sweety179
Sweety179
Sehr hilfreich
Ich finde deinen Bericht sehr hilfreich, da er sich gut lesen lässt und mich gut informiert hat. Daher vergebe ich gerne ein sehr hilfreich. Viele Grüße von manu63
manu63
Sehr hilfreich
schöner bericht! er ist "sehr hilfreich" für mich, deshalb bekommst du auch die hoechstnote von mir! man liest sich bestimmt noch das eine oder andere mal!
henna82
Sehr hilfreich
Einwandfreier Bericht.Der hat mir echt gut gefallen. Sehr informativ und vielleicht auch sehr lehrreich,mal schauen.Man liest sich, Danke. Gruss lautern
lautern
Hilfreich
Schöner Bericht. Gefällt mir ganz gut. Ein hilfreich erscheint mir durchaus angemessen. Viele Grüße Crazy C.
crazyc


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