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Bericht von MarkusDani über Illuminati
Veröffentlicht am 08.06.05 - 16:20 Uhr
Der Bericht wurde bisher 6008 mal gelesen.
Der Autor benotete das Produkt Illuminati mit der Note: 4
Empfehlenswert? Nein
Bericht:
Ich habe immer wieder gehört das die Bücher von Dan Brown (Sakrileg und Illuminati) sehr gut wären und eigentlich voll meinen Geschmack treffen sollten. Ich habe mir nun auf jeden Fall Illuminati zugelegt
und war doch schwer enttäuscht, aber nun zum Inhalt des Romans:
Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der "Illuminati". Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde hochexplosive Antimaterie entwendet...
Die Illuminati, der legendäre Geheimbund von Wissenschaftlern und Freidenkern, steht im Zentrum dieses fesselnden Thrillers von Dan Brown. Mit Hilfe von entwendeter Antimaterie, gefährlicher als eine Atombombe, will die Gemeinschaft den Vatikan, Inbegriff der Kircheninstitution, endgültig vernichten.
Der Inhalt auf dem Buchrücken hört sich ja eigentlich gut an, denkt man zumindest, aber hier nun meine Meinung:
Schon am Anfang des Romans wundert man sich über die phantastischen Transportmittel. Warum hat der Autor es nötig, einer im Grunde spannenden Geschichte, eine 60 Meter lange Boeing X
33 die angeblich mit Wasserstoff fliegend in 1 Stunde von der Schweiz aus in Amerika ist, weil sie angeblich mit Mach 15 fliegt, in den Roman einzubauen?
Nach einigen blödsinnigen Anmerkungen über die Höhenkrankheiten beim Fliegen und einer völlig unglaubwürdigen und lächerlichen Darstellung der Forschungseinrichtung CERN wird die weibliche Hauptperson Vittoria Vetra in die Geschichte eingeführt. Warum muß eigentlich die weibliche Hauptrolle immer nach dem gleichen Klischee von wegen "schlanken Leib und die kleinen feste Brüste" eingeführt werden? Vor allem wenn es so unpassend wie hier in diesem Roman ist. Zu Erklärung:
Vittoria ist die Adoptivtochter eines katholischen Priesters. Etwas weniger sexistisch hätte sie besser in die Handlung hineingepasst.
In dem Roman sind zuviele Wiedersprüche, die das ganze dann doch etwas lächerlich erscheinen lassen. Hier ein paar Auszüge aus dem Buch, welche mir besonders aufgefallen sind:
„ein vollkommener Kreis": Ich denke, ein Kreis ist immer ein Kreis. Vollkommenheit gibt's da nicht. Zumindest ein „Forscher" würde so etwas nicht sagen.
Personen, die sofort wissen wer die Urknalltheorie entwickelt hat aber die Größe eines Teilchenbeschleunigers nicht kennen.
Laut S. 97 wurde die Urknalltheorie 1927 entwickelt. Auf Seite 105 steht aber „Die Wissenschaft weiß seit 1918, dass beim Urknall zwei Formen von Materie entstanden sein müssen."
Von solchen Beispielen könnte ich noch zig Aufführen, der Autor hat schlecht recherschiert und weiß anscheinend ein paar Seiten später nicht mehr, was er vorher geschrieben hat.
Die Geschichte selbst ist nicht schlecht, ich mag auch eigentlich das Phantastische in solchen Romanen, aber nicht wenn sie teilweise so lächerlich eingeführt sind, wie hier in diesem Roman.
Mein Fazit: Ich ärger mich darüber, das ich mir das Buch gekauft habe. Hätte doch besser Wolfgang Hohlbein treu bleiben sollen. Normalerweise halte ich einmal gekaufte Bücher fest um sie nach einigen Jahren nochmal zu lesen, aber dieses Buch wird diesmal bei eBay landen und nicht in meinem Bücherregal.
Das Taschenbuch ist vom Lübbe Verlag im März 2003 herausgegeben worden.
ISBN: 3404148665
Viel Spaß (oder auch nicht) beim lesen des Romans.
Viele Grüße
Dani
Illuminati
Einige Kommentare über den Bericht Illuminati - eine Enttäuschung
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Illuminati
Illuminati - eine EnttäuschungBericht von MarkusDani über Illuminati
Veröffentlicht am 08.06.05 - 16:20 Uhr
Der Bericht wurde bisher 6008 mal gelesen.
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Der Autor benotete das Produkt Illuminati mit der Note: 4
| Pro: Spannende Geschichte |
| Contra: Schlecht recherschiert, peinliche Einleitungen |
Empfehlenswert? Nein
Bericht:
Ich habe immer wieder gehört das die Bücher von Dan Brown (Sakrileg und Illuminati) sehr gut wären und eigentlich voll meinen Geschmack treffen sollten. Ich habe mir nun auf jeden Fall Illuminati zugelegt
und war doch schwer enttäuscht, aber nun zum Inhalt des Romans:
Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der "Illuminati". Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde hochexplosive Antimaterie entwendet...
Die Illuminati, der legendäre Geheimbund von Wissenschaftlern und Freidenkern, steht im Zentrum dieses fesselnden Thrillers von Dan Brown. Mit Hilfe von entwendeter Antimaterie, gefährlicher als eine Atombombe, will die Gemeinschaft den Vatikan, Inbegriff der Kircheninstitution, endgültig vernichten.
Der Inhalt auf dem Buchrücken hört sich ja eigentlich gut an, denkt man zumindest, aber hier nun meine Meinung:
Schon am Anfang des Romans wundert man sich über die phantastischen Transportmittel. Warum hat der Autor es nötig, einer im Grunde spannenden Geschichte, eine 60 Meter lange Boeing X
33 die angeblich mit Wasserstoff fliegend in 1 Stunde von der Schweiz aus in Amerika ist, weil sie angeblich mit Mach 15 fliegt, in den Roman einzubauen?Nach einigen blödsinnigen Anmerkungen über die Höhenkrankheiten beim Fliegen und einer völlig unglaubwürdigen und lächerlichen Darstellung der Forschungseinrichtung CERN wird die weibliche Hauptperson Vittoria Vetra in die Geschichte eingeführt. Warum muß eigentlich die weibliche Hauptrolle immer nach dem gleichen Klischee von wegen "schlanken Leib und die kleinen feste Brüste" eingeführt werden? Vor allem wenn es so unpassend wie hier in diesem Roman ist. Zu Erklärung:
Vittoria ist die Adoptivtochter eines katholischen Priesters. Etwas weniger sexistisch hätte sie besser in die Handlung hineingepasst.
In dem Roman sind zuviele Wiedersprüche, die das ganze dann doch etwas lächerlich erscheinen lassen. Hier ein paar Auszüge aus dem Buch, welche mir besonders aufgefallen sind:
„ein vollkommener Kreis": Ich denke, ein Kreis ist immer ein Kreis. Vollkommenheit gibt's da nicht. Zumindest ein „Forscher" würde so etwas nicht sagen.
Personen, die sofort wissen wer die Urknalltheorie entwickelt hat aber die Größe eines Teilchenbeschleunigers nicht kennen.
Laut S. 97 wurde die Urknalltheorie 1927 entwickelt. Auf Seite 105 steht aber „Die Wissenschaft weiß seit 1918, dass beim Urknall zwei Formen von Materie entstanden sein müssen."Von solchen Beispielen könnte ich noch zig Aufführen, der Autor hat schlecht recherschiert und weiß anscheinend ein paar Seiten später nicht mehr, was er vorher geschrieben hat.
Die Geschichte selbst ist nicht schlecht, ich mag auch eigentlich das Phantastische in solchen Romanen, aber nicht wenn sie teilweise so lächerlich eingeführt sind, wie hier in diesem Roman.
Mein Fazit: Ich ärger mich darüber, das ich mir das Buch gekauft habe. Hätte doch besser Wolfgang Hohlbein treu bleiben sollen. Normalerweise halte ich einmal gekaufte Bücher fest um sie nach einigen Jahren nochmal zu lesen, aber dieses Buch wird diesmal bei eBay landen und nicht in meinem Bücherregal.
Das Taschenbuch ist vom Lübbe Verlag im März 2003 herausgegeben worden.
ISBN: 3404148665
Viel Spaß (oder auch nicht) beim lesen des Romans.
Viele Grüße
Dani
Illuminati
Einige Kommentare über den Bericht Illuminati - eine Enttäuschung
| Es gab, als das Buch geschrieben wurde, tatsächlich ein Projekt mit der Bezeichnung X-33. Es sollte der Nachfolger der Space Shuttle werden und die Beschreibung paßt eigentlich ganz gut. Es war tatsächlich keilförmig mit Stummelflügeln, als Treibstoff wurde flüssiger Sauerstoff und Wasserstoff verwendet, und die Höchstgeschwindigkeit lag bei Mach 15. Allerdings wurde diese Raumfähre von Lockheed Martin entwickelt. Boeing Rocketdyne lieferte nur die Aerospike-Triebwerke. Natürlich war die X-33 kein Passagierflugzeug und vor allem mußte sie senkrecht starten und benötigte eine Startrampe. Insofern paßt es überhaupt nicht. Der Prototyp 'Venture Star' wurde nie gebaut, weil die NASA am 1. März 2001 die Unterstützung einstellte. | ||
| Gut geschriebener Bericht, obwohl ich die Meinung über das Buch nicht teile. Ich bin der Meinung, dass es nicht nur sehr gut geschrieben ist sondern auch gut recherchiert wurde. "Ein vollkommener Kreis" soll doch nur nochmal den Umfang dieses Kreises hervorheben. Auch sonst sind mir nicht diese Wiedersprüche aufgefallen. | ||
| Bericht ist okay, aber ich aknn deine Meinung auch nicht teilen.. Also ich finde, er weiß schon, wovon er redent, wenn man sich mal die Berufe seiner Eltern anschaut.. Wenn man ein gutes Buch als schlecht bezeichnet, hat man meistens die Handlung nicht verstanden.. | ||
| Mal bewerte ich so, mal so. Bei dir gibts eindeutig ein sehr hilfreich:o) Dein Bericht ist auf jeden Fall interessant und wieso dann nicht die beste Bewertung:o) | ||
| Einwandfreier Bericht.Der hat mir echt gut gefallen. Sehr informativ und vielleicht auch sehr lehrreich,mal schauen.Man liest sich, Danke. Gruss lautern |
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