Nintendo DS
Der Nintendo DS ist eine tragbare Spielekonsole aus dem Hause Nintendo, die am 2. Dezember 2004 veröffentlich wurde und seit dem 11. März 2005 in Europa erhältlich ist. Im Vergleich zu früheren Spielekonsolen verfügt der Nintendo DS über zwei LCD-Bildschirme, ein integriertes Mikrofon sowie eine Reihe weiterer technischer Neuerungen, die eine vereinfachte Spielesteuerung möglich machen.Der untere Bildschirm ist ein berührungsempfindlicher Touchscreen und zudem besteht die Möglichkeit, ein Headset anzuschließen. Hierdurch ist es erstmals gelungen, dass mobile Videospiele durch Berührung oder Spracheingabe gesteuert werden können.
Des weiteren verfügt der Nintendo DS über ein Surround System und ist mit Gameboy Advance-Spielen kompatibel. Zudem ist auch ein Chatprogramm, der „PictoChat“, vorinstalliert, mit dem der Nutzer in vier Chatrooms mit jeweils 16 Teilnehmern chatten und Zeichnungen verschicken kann. Mit dem Nintendo DS können auch mit anderen Nintendo DS-Konsolen kabellos Multiplayer-Spiele gespielt werden.
Nah Herstellerangaben liegt die Reichweite bei 30 Metern im freien Raum, jedoch kann der Wert erfahrungsgemäß weit höher liegen. Durch einen speziellen Wi-Fi-Service ist das Spielen von Online-Spielen über eine weite Entfernung hinweg möglich. Der Nutzer kann sich hierzu entweder über das Heimnetzwerk oder über einen Hotspot verbinden lassen. Das „DS“ im Produktnamen bedeutet „Dual Screen“ aufgrund der zwei Displays und war ursprünglich der Arbeitstitel. Nintendo nannte das Kürzel 2004 auch „Developers System“, da der Nintendo leicht programmierbar sein sollte und somit viele Möglichkeiten für die Entwickler bereit halten sollte. Unter den Videospieler sorgte das Gerät bereits vor Markteintritt für Diskussionen, so dass Nintendo sich entschied, den Namen beizubehalten und ihn nicht zu ändern.
Nintedo selbst publizierte, dass der Nintendo DS kein Nachfolgemodell des Gameboy Advance, sondern vielmehr ein neues Spiele-Handheld ist, mit dem mehr Interaktivität möglich ist. Jedoch ist der Nintendo DS mit einem Slot für Gameboy Advance Spiele ausgestattet, die dann problemlos auf dem Nintendo DS gespielt werden können, wobei nur der Einzelspieler-Modus möglich ist. Nicht kompatibel mit dem Nintendo DS sind die Module des Gameboys und des Gameboy Color. Der Touchscreen wird mit einem eigenen Eingabestift, dem sog. Stylus, bedient und so machen sich viele Spiele diese Technik zunutze.
Der Nintendo DS ist voll WLAN kompatibel, sodass Nintendo DS Spiele mit Menschen in der ganzen Welt über das Internet gespielt werden können. Nintendo bietet in Zusammenarbeit mit Gamespy einen kostenlosen Onlinedienst an, der das Spielen über das Internet ermöglicht. Hierzu erfolgt der Zugang über einen Wireless Access Point, welches ein spezielles USB-Steckmodul von Nintendo ist. In Deutschland erfolgt der Zugang über öffentliche HotSpots von T-Online. Der Nintendo DS hat zwei Bildschirme, bei denen die Hintergrundbeleuchtung ein- und aus- geschaltet werden kann und zudem in vier Stufen regelbar ist. Die Steuerung erfolgt in den meisten Fällen über den Touchscreen. Jedoch verfügt der DS auch über zwei Schultertasten, ein Steuerkreuz, Start- und Select-Knopf sowie die Tasten A, B, X und Y.
Einige Spiele nutzen auch das integrierte Mikrofon, um Befehle entgegenzunehmen, sodass z.B. Hunde tatsächlich gerufen werden müssen. Für den Nintendo DS gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an Zubehör, wie ein Rumble Pak, einen Internet-Browser oder den Movie Advance Player, mit dem Filme, Musik, Bilder und Texte abgespielt werden können. Im Grunde ist der Nintendo DS eine reine Spielekonsole und doch arbeiten Nintendo und einige Drittentwickler an Programmen, die den Funktionen eines Organizers gerecht werden.
Der Nintendo DS war zunächst in Japan nur im Standarddesign, silbern mit schwarzer Unterseite, erhältlich. Seit April 2005 gibt es den Nintendo DS dann auch in weiß/schwarz und blau/schwarz sowie pink/weiß. In Japan gab es 2005 auch einen rot/schwarzen Nintendo DS, passend zum Spiel „Jump Super Stars“. In Japan erschien in Zusammenarbeit mit Pepsi eine limitierte Sonderedition in den Pepsi Farben mit passenden Kopfhörern, die auf 1.000 Stück begrenzt war.


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