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The green Mile

Von Menschen, Menschlichkeit, dem Tod und Wunder

Bericht von Miara über The green Mile
Veröffentlicht am 31.08.04 - 21:31 Uhr
Der Bericht wurde bisher 1854 mal gelesen.

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Profil von Miara

Der Autor benotete das Produkt The green Mile mit der Note: 1
Pro: sehr gute Schauspieler, interessante Handlung, tolle Verfilmung des Buches
Contra: stellenweise sehr traurig

Empfehlenswert? ja

Bericht:

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"The Green Mile" habe ich vor Jahren als OriginalTaschenbuchausgabe gelesen und dort immer auf die nächste Ausgabe gelauert. Denn es war ein Versuch von Stephen King, ein Buch als Serie herauszugeben. Das Buch war wundervoll und spannend zugleich. Jetzt habe ich mir auch den gleichnamigen Film gekauft und ihn mir genauso begeistert angesehen. Denn ausnahmsweise hielt sich die Regie an das Buch und zwar sehr genau.





HANDLUNG



The Green Mile wird vielen hier bekannt sein, da es ein KinoHit war, aber ich gehe trotzdem noch ein wenig auf die Handlung ein.



Die Geschichte spielt in einem Gefängnis und zwar in dem Trakt, in dem die zu Tode verurteilten Gefangenen bis zu ihrer Hinrichtung leben. Da die sogenannte Todesmeile hier mit grünem Teppich ausgelegt ist, wird sie "Die grüne Meile genannt. Die Wärter, bis auf eine Ausnahme zeigen sich sehr menschlich im positiven Sinne und behandeln die Schwerverbrecher auch menschlich. Eines Tages kommt ein riesiger Schwarzer, John Coffey neu hinzu. Er wurde wegen abartigen Mordes an zwei Mädchens zu Tode verurteilt.



John verhält sich seltsam, nicht nur weil er zwar absolut friedfertig und etwas geistig behindert zu sein schein, er ist sehr langsam und ängstigt sich beispielsweise, wenn das Licht ausgeht. Aber John ist noch in anderer Hinsicht anders als alle anderen Menschen. Er verfügt über seltsame Kräfte, um andere Lebewesen zu heilen.



Bedeutend ist der Satz, den er sagte, nachdem er gefaßt wurde bzw. nachdem ihn der Traktleiter auf die Tat anspricht. Denn da sagt er wortwörlich: Ich kann nichts dafür. Ich wollte es gut machen, aber es war zu spät.



Neben John Coffey wird hier auch das Schicksal anderer zu Tode Verurteilter gezeigt. Einer der Gefangenen beispielsweise freundet sich mit einer Maus an und zähmt sie. Ein außergewöhnliches und pfiffiges Tierchen, das sich vorher allen Fangversuchen der Wärter wiedersetzte.



Während sich John Coffeys Zeit der Hinrichtung mehr und mehr nähert, zeigt er sich in der Zelle nur positiv, heilt Beschwerden und rettet sogar ein Leben. Und nicht nur Paul Edgecomb, der hier von Tom Hanks gespielt wird, kommen Zweifel an seiner Schuld....





EINDRUCK



The Green Mile ist die meiner Ansicht nach bisher gelungenste Verfilmung eines Stephen King Romans. Der Film zeigt, wie viel alleine in dem Todestrakt an Menschlichkeit zu Tage kommt, sei es positiv oder negativ. Und er zeigt, dass nicht alles so ist, wie es scheint und es mehr gibt, als nur das Offensichtliche. Denn John Coffey stellt sich als ein Heiler und nicht als ein Mörder heraus.



Aber auch das Gefängnisleben mit Wärtern, denen die die Gefangenen nicht unnötig leiden lassen wollen, wird hier sehr eindrucksvoll gezeigt. Sehr kleine Szenen werden manchmal richtig liebevoll dargestellt. Sei es die Szene mit der kleinen und neugierigen Maus als auch die sehr menschliche Szene, als die Wärter mit einem Gefangenen den Gang zum elektrischen Stuhl und die eigentliche Hinrichtung pflichtgemäß durchspielen.



Ich persönlich bin von Tom Hanks positiv überrascht. Diese Rolle paßte hervorragend zu ihm, auch wenn er bisher doch meistens andersartige Rollen gespielt hat. Seine Menschlichkeit ist wohl auch etwas Bedeutendes an dem Film neben der großartigen Rolle des schwarzen Riesen Michael CLarke Duncan als John Coffey, den neuen zu Tode verurteilten Insassen



Wer nicht mehr vom Inhalt wissen will, liest bitte nach den beiden folgendem Absatz weiter.



Etwas Besonderes ist John Coffey, um den sich die ganze Geschichte hier reigt, auf alle Fälle. Die Rolle des Unschuldigen, der zu Tode verurteilt wird und lieber den Tod als das Leben wählt, spielt der Schauspieler absolut überzeugend. Für die, die sich über ein wenig Hintergrundinformationen freuen, hier noch eine Aussage. Stephen King wählte bewußt den Namen John Coffey. Denn er spielt hier auf den anderen unschuldig zu Tode gekommenden Jesus Christus an. Daher wählte er einen Vor und Nachnamen, der mit J und mit C anfängt. Vielleicht ist es ja dem einen oder anderen aufgefallen.



Überaus gut wurden hier auch die Szenen dargestellt, mit denen John das Böse in Form der Fliegen wieder aus seinem Körper durch den Mund herausläßt. Es läßt den Zuschauer schaudern. Denn was gibt es für uns doch fieseres, als einen dicken Schwarm dunkler Fliegen. Und alles, was der Heiler aufnimmt, das läßt er in dieser unangenehmen Wolke auch wieder heraus.



Vielleicht ist es dem Leser meines Beitrages nicht Recht, aber ich selbst finde es auch gelungen, wie er dem bösen Menschen, dem wahren Mörder, das Böse aus seinem Körper überträgt, um diesen so zu schwächen und zu schädigen. Es verwirklicht für mich die GrundRachegedanken der Menschen. Und in einer höheren Form bestraft John, der selbst für die Tat sterben muss, den wahren Täter. Und wie Paul Edgecomb am Ende des Filmes so treffend sagt, jeder muss irgendwie die grüne Meile mal gehen. Nur bei dem einen dauert es länger. Und für manche ist es eben unangenehmer.



ab hier können wieder alle weiterlesen:



Wie auch die Verurteilten, der ebenfalls auf einer Novelle von Stephen King basiert, handelt auch dieser Film vom Gefängnis und auch von einem besonderen Menschen. Beide Filme wurden duch Frank Darabont sehr gut gedreht und zeigen, dass Stephen King mehr kann, als nur HorrorRomane zu schreiben. Auch wenn er durch diese zweifelsohne berühmt wurde. Gleichzeitig brilliert hier Tom Hanks so, als sei der Film auf ihn zugeschnitten. Aber auch die anderen Schauspieler sind hier zu loben, die Rollen passen und in dem Film wurde alles aus dem Originalroman sehr gut übernommen bzw. der Film bringt Stephen Kings Idee sehr gut rüber. Die 181 Minuten sind hier nicht schwerfällig sondern sehr interessant und sinnvoll verfilmt.





DATEN



Titel: The Green Mile

Regisseur: Frank Darabont

Stars: Tom Hanks, David Morse, Bonnie Hunt, Michael Clarc Duncan, James Cromwell

Laufzeit: 181 Minuten

Altersfreigabe: Ab 12 Jahre

Filmart: Drama

Preis: Euro 9,90





FAZIT



Eine wundervolle Verfilmung, die sich sehr genau an die Romanvorlage "The Green Mile" von Stephen King hält. Die Schauspieler und die Handlung sind einmalig gut und wer sich nicht scheut, traurige Filme anzusehen, der sollte sich diesen Film anschauen. Denn trotz der Traurigkeit lebt der Film auch durch die Menschlichkeit und die Hoffnung.



Liebe Grüße Miara

The green Mile

Einige Kommentare über den Bericht Von Menschen, Menschlichkeit, dem Tod und Wunder


Sehr hilfreich
Also meiner Meinung nach ein sehr gelungener Bericht! Alle Infos drin, die man wissen sollte und dann noch eine gute Gliederung mit eigenen Erfahrungen! Da vergeb ich heute doch glatt mal ein "sehr hilfreich"! Liebe Grüße, Sweety179
Sweety179
Sehr hilfreich
Ein sehr schöner Bericht, alles drin was man man gerne lesen möchte. Liebe Grüße und viel Glück beim nächsten Bericht sendet dir Moniseiki , Ps freue mich auch über gegenlesungen oder neue Berichte von dir!
moniseiki
Sehr hilfreich
Dein Bericht ist wirklich sehr ausführlich und gut gegliedert, ich vergebe hier gerne ein sehr hilfreich. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und mach weiter so...lg Anne
Anne.S
Sehr hilfreich
Einwandfreier Bericht.Der hat mir echt gut gefallen. Sehr informativ und vielleicht auch sehr lehrreich,mal schauen.Man liest sich, Danke. Gruss lautern
lautern
Sehr hilfreich
Frohe Weihnachten!
JoergTh


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